LSV-Präsident Hans-Jakob Tiessen, Bildungsministerin Karin Prien und Familienminister Dr. Heiner Garg mit Kindern der Pestalozzi-Schule in Neumünster nach der Unterzeichnung der Rahmenvereinbarung "Die Bedeutung von Bewegung, Spiel und Sport in Kindertageseinrichtungen in Schleswig-Holstein" (Foto: Michael Braasch)

Gemeinsam für mehr Bewegung, Spiel und Sport in Kitas und Schulen in Schleswig-Holstein

- Bildungsministerin Karin Prien, Familienminister Dr. Heiner Garg und LSV-Präsident Hans-Jakob Tiessen unterzeichnen Rahmenvereinbarung 

Die Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, Karin Prien, der Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren, Dr. Heiner Garg, und der Präsident des Landessportverbandes Schleswig-Holstein, Hans-Jakob Tiessen, haben heute (25. Juni) in der Sporthalle der Pestalozzi-Schule in Neumünster die Rahmenvereinbarung „Die Bedeutung von Bewegung, Spiel und Sport in Kindertageseinrichtungen und Schulen in Schleswig-Holstein“ unterzeichnet und der Öffentlichkeit vorgestellt. Darin werden die sechs Handlungsfelder Kindertageseinrichtungen, Schule, Sportunterricht, Außerunterrichtlicher Schulsport, Individuelle Förderung und Talentfindung sowie Engagementförderung von Schülerinnen und Schülern detailliert erläutert und für jedes Handlungsfeld konkrete Handlungsempfehlungen für das weitere Vorgehen vereinbart.

Ziele der gemeinsamen Vereinbarung

Bewegung, Spiel und Sport leisten einen bedeutenden Beitrag für eine positive körperliche und seelische, kognitive und emotionale Entwicklung sowie für ein gesundes Leben von Kindern und Jugendlichen. Deren Heranführung sollte daher möglichst früh beginnen, um die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen zu stärken. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren und der Landessportverband Schleswig-Holstein wollen auf der Grundlage der bisherigen Partnerschaft und der gefassten Beschlüsse den hohen Stellenwert von Bewegung, Spiel und Sport in den unterschiedlichen Bildungsphasen unterstreichen. Vor dem Hintergrund der aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen, insbesondere den Themenfeldern Inklusion und auch der Integration von Flüchtlingen, kommt dem gemeinwohlorientierten Sport eine wesentliche Bedeutung zu. Das große Engagement des überwiegend ehrenamtlich organisierten Sports eröffnet dabei eine große Vielfalt an Bewegungs-, Spiel- und Sportmöglichkeiten, die in den Sportvereinen und -verbänden angeboten werden. Es besteht Übereinstimmung darin, dass der organisierte Sport ein wichtiger Partner von Kita und Schule ist. Neben den von Erzieherinnen und Erziehern in Kitas integrierten Bewegungsangeboten und dem von Lehrkräften erteilten regulären Sportunterricht, der auch weiterhin das zentrale Element des Schulsports bleibt, spielen die von außerschulischen Partnern präsentierten Angebote eine große Rolle. Insoweit sind die ortsansässigen Sportvereine und -verbände der erste Ansprechpartner der Kitas und Schulen. Die Qualität der Maßnahmen und die Übereinstimmung mit dem Bedarf der Kitas und Schulen sind dabei wichtige Kriterien zur Auswahl außerschulischer Partner.

Bildungsministerin Karin Prien betonte: „Ich freue mich sehr, dass wir die Rahmenvereinbarung mit dem Landessportverband erneuern können. Es ist viel geschehen in den vergangenen Jahren. Themen wie die Inklusion, die bessere Förderung der Leistungsspitze und auch die Integration von Flüchtlingen stellen uns alle gemeinsam vor neue Herausforderungen, und mit der neuen Rahmenvereinbarung haben wir eine gute gemeinsame Arbeitsgrundlage geschaffen.“ Die Ministerin unterstrich, dass Politik, Sportverband, Schulen, Kindertageseinrichtungen, aber auch die Eltern, an einem Strang ziehen müssten, damit Bewegung, Spiel und Sport für alle Kinder erreichbar seien.

Familienminister Dr. Heiner Garg hob hervor: „Bewegung macht Kindern nicht nur Spaß, sondern unterstützt aktiv viele Lernprozesse und die Gesundheit. Spielerische Bewegung soll daher bereits in der Kita möglichst häufig in den Alltag einfließen. Erzieherinnen und Erzieher haben damit die Möglichkeit, die motorische Entwicklung von Kindern mit einfachen Mitteln dauerhaft zu fördern. Geeignete Bewegungsangebote sollen mit Hilfe des Projektes der Sportjugend ´Kinder in Bewegung´ und der Qualifizierung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren einen noch festeren Platz in Schleswig-Holsteins Kitas finden“. An dem Projekt „Kinder in Bewegung“ beteiligen sich bereits viele Kitas, von denen bislang 29 das Qualitätssiegel „Bewegungskindergarten“ erhielten. Der Prozess bis zur Zertifizierung dauert ca. zwei Jahre. Der Landessportverband finanziert das Projekt pro Kita mit einem jährlich Zuschuss von 400 Euro zwei Jahre lang für den Einsatz der Übungsleiterinnen und Übungsleiter.

LSV-Präsident Hans-Jakob Tiessen bekräftigte: „Die Unterzeichnung der gemeinsamen Vereinbarung ist ein guter und wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wir sollten noch mehr als bisher das Privileg der Kindertageseinrichtungen und Schulen nutzen, jedes Kind zu erreichen. Dies gelingt in der Zusammenarbeit mit unseren Sportvereinen besonders gut und erfolgreich. Kinder und Jugendliche sollten so früh wie möglich an Bewegung, Spiel und Sport herangeführt werden. Deshalb bieten für uns gerade die in der Vereinbarung enthaltenen Handlungsempfehlungen eine gute Grundlage, um mit den Kooperationspartnern Kita und Schule intensiv ins Gespräch zu kommen. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit dieser Vereinbarung vieles für die Kinder und Jugendlichen bewirken und das Netzwerk aller, die mit Bewegung, Spiel und Sport in Kitas und Schulen in unserem Land zu tun haben, stärken werden.“

Hier finden Sie die Vereinbarung mit den konkreten Handlungsempfehlungen.

 

Verantwortlich für diese Pressemitteilung:

Stefan Arlt

Landessportverband Schleswig-Holstein e.V.

Pressesprecher

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E-Mail: stefan.arlt(at)lsv-sh.de