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Profil des Landessportverbandes Schleswig-Holstein

Der Landessportverband (LSV), seine Vereine und seine Verbände

Seit seiner Gründung im Jahr 1947 erfüllt der Landessportverband die in seiner Satzung vorgesehenen Aufgaben und Pflichten und richtet sein Handeln nach den Bedürfnissen seiner Mitglieder aus.

Der Stellenwert der Sportorganisationen - die Vereine und Verbände im Lande und der LSV selbst - für unsere Gesellschaft ist unumstritten. Dementsprechend hoch ist die Wertschätzung, die ihnen von allen Seiten entgegengebracht wird. Woraus leitet sich die Rolle der Sportvereine für unsere Gesellschaft ab? Warum sind Sportvereine so unvergleichlich und unverzichtbar? Die Antwort ist vielschichtig und einfach zugleich: Unsere Vereine sind am Bildungs- und Erziehungsprozess der Jugend ganz erheblich beteiligt, tragen zur gesundheitlichen Vorsorge bei und sorgen für soziale Integration in einer Zeit zunehmender Vereinsamung. Darüber hinaus nehmen sie sich Randgruppen bzw. spezieller Personenkreise wie Behinderten, Älteren, Aussiedlern, Ausländern und zur Gewalt neigenden Personen an. Diese Aufzählung kann nicht vollständig sein.

Der Landessportverband versteht sich selbst als Lobbyist und Interessenvertreter seiner Vereine, als Serviceleister und als Zuständiger für die Erarbeitung von Initiativen und Konzeptionen im Breitensport, Leistungssport und allen anderen Bereichen sportlicher Betätigung.

Die Vereine im Landessportverband zahlen für ihre Mitglieder einen Beitrag an den LSV. Dieser beträgt seit dem 01.01.2005

  • 4,20 Euro für Erwachsene und
  • 2,35 Euro für Jugendliche.

Dabei handelt es sich jeweils um Jahresbeiträge. Hierfür erbringt der Landessportverband für seine Vereine und Verbände ein im Folgenden beschriebenes Leistungspaket, unterteilt in

  • überfachliche, übergreifende Leistungen und
  • fachspezifische Aufgabenstellungen.

Überfachliche Leistungen

Die Satzung des Landessportverbandes sieht unter § 3, Aufgaben, vor, "durch den Abschluss von Versicherungsverträgen für ausreichenden Versicherungsschutz für die Mitglieder der Vereine und Verbände zu sorgen". Diese Aufgabe haben wir erfüllt, indem wir mit der ARAG Sportversicherung einen umfassenden Vertrag abgeschlossen haben, dessen wesentliche Bestandteile sind:

  • eine Unfall-,
  • eine Haftpflicht-,
  • eine Vertrauensschaden-,
  • eine Kranken- und
  • eine Rechtsschutzversicherung.

Um nur einmal die Bedeutung der Sportversicherung für den Einzelnen herauszustellen: Die Inanspruchnahme von Versicherungsleistungen errechnet sich aus jährlich rund 12.000 Schadeneinzelfällen. So kommt der LSV mit dem Vorhalten einer Sportversicherung seiner Fürsorgepflicht gegenüber dem einzelnen Vereinsmitglied in verantwortungsvoller Weise nach. Der LSV trägt die Kosten für die Sportversicherung aus seinen Einnahmen und das, obwohl im Zuge der allgemeinen Steuererhöhungen seit 1986 die damalige Versicherungssteuer von 5 % (entsprechend 63.000,00 €) auf zwischenzeitlich 15 % (entsprechend 234.000,00 €) angestiegen war.

Im Jahr 2002 wurde zur Finanzierung des Anti-Terror-Pakets die Versicherungssteuer auf 16% angehoben. Allein dadurch wurde der LSV mit zusätzlichen Kosten von rd. 20.000,00 € belastet. Und indem die Versicherungssteuer ab dem Jahr 2007 durch den Gesetzgeber auf 19 % angehoben wurde, drücken sich die zusätzlichen 3 %-Punkte durch eine Mehrbelastung für den LSV in einer Größenordnung von noch einmal 35.000 € aus. Diese Mehrkosten fallen natürlich jährlich an und reduzieren den Spielraum für Initiativen im Sinne der Vereine. Trotz aller finanziellen Engpässe wird weiterhin der Versuch unternommen, die gestiegenen Kosten im LSV-Haushalt aufzufangen, ohne eine Umlage auf die Vereine vornehmen zu müssen.

Gemäß der bestehenden Gesetzeslage haben Sportvereine für ihre Mitglieder, sofern diese als Arbeitnehmer für die Vereine tätig sind, Beiträge an die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) zu entrichten. Nach schwierigen Verhandlungen ist es den Sportvertretern in der VBG gelungen, eine gerechte Veranlagung der Sportvereine durchzusetzen. Zur Zeit ist die Gefahrtarifstelle 16 (Sportunternehmen) dreifach unterteilt:

  • Fußballsportlerinnen und -sportler (nur für "bezahlte Sportler aus den oberen drei Fußballigen Männer" und nur für "sonstige bezahlte Fußballsportlerinnen und -sportler")
  • Sonstige bezahlte Sportlerinnen und Sportler
  • Übrige Versicherte.

Für die drei Bereiche sind unterschiedliche Beiträge abzuführen. Ausführliche Informationen zu diesem Thema entnehmen Sie bitte der Broschüre "Informationen für Sportvereine", die Sie auf www.vbg.de herunterladen können.

Weniger in der Diskussion war in der Vergangenheit der Pauschalvertrag mit der VBG, den der Landessportverband direkt für die Vereine abgeschlossen hat. Der Pauschalvertrag umfasst Leistungen für unentgeltlich tätige Mitarbeiter der Vereine sowie Übungsleiter, die eine steuerfreie Einnahme von nicht mehr als 2.400 Euro pro Jahr erhalten. Der Landessportverband zahlt den Beitrag für alle seine Mitgliedsvereine aus seinen Haushaltsmitteln. Und das, obwohl die Forderungen der VBG von 9.000 Euro im Jahr 1984 auf rund 150.000 Euro angestiegen sind. Da sich die Beiträge an die Verwaltungsberufsgenossenschaft nach der Höhe des Schadenaufkommens richten und die Kosten für die Versorgung der Verunfallten ständig steigen, muss mit weiteren Beitragserhöhungen gerechnet werden.

Ebenfalls verbindlich geregelt ist die Abgabepflicht von Gebühren an die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, kurz GEMA genannt. Zur Entlastung der Vereinshaushalte hat der Landessportverband mit der GEMA einen Pauschalvertrag abgeschlossen, der dafür sorgt, dass für sportliche Veranstaltungen, bei denen Musik ein integraler Bestandteil ist, keine weiteren Gebühren an die GEMA zu entrichten sind. Für diesen Vertrag waren bis vor wenigen Jahren jährlich 6.000 Euro zu entrichten, die Summe hat sich mittlerweile verzehnfacht.

Der Landessportverband betreibt für seine Mitglieder eine intensive Lobbyarbeit. Was ist darunter zu verstehen? Der LSV macht sich für eine ausreichende Ausstattung mit Landesmitteln stark; die Mittel sollen die Arbeit des Landessportverbandes und seiner Verbände für die Vereine sicherstellen. Wie schwer gerade diese Arbeit angesichts der angespannten Finanzlage bei Bund, Ländern und Kommunen ist, kann man sich vorstellen. Trotz aller guten Argumente, die der LSV gegenüber den Abgeordneten ins Feld führte, konnte in den Jahren 2003 und 2004 eine Kürzung der Sportförderung durch das Land nicht vermieden werden.

Seit dem Jahr 2006 greift das „Gesetz über in öffentlicher Trägerschaft veranstaltete Lotterien und Sportwetten“, kurz das Sportwetten-Gesetz, das der Schleswig-Holsteinische Landtag im Jahr 2005 beschlossen hat.

Bei den Verhandlungen im Vorfeld hatte der Landessportverband durchsetzen können, dass das Land für den Sport einen Anteil von 8% aus den Konzessionsabgaben, mindestens 6,3 Millionen Euro zur Verfügung stellt. Das sind dann rd. 1 Mio. Euro mehr als in dem Jahr, welches der Verabschiedung vorangegangen ist, und das Ganze hört sich insoweit auch gut an. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass in den Jahren 2003 und 2004 die Sportförderung um insgesamt rd. 1 Mio. Euro gekürzt wurde. Mit dem Sportwettengesetz wurde also lediglich der Status von 2002 wieder hergestellt. Bedauerlich ist außerdem, dass keine Dynamisierung der Sportförderung durchzusetzen war. Somit reduziert sich Jahr für Jahr die Kraft der verfügbaren Mittel um die Inflationsrate.

Teile der Landesmittel leiten wir an die Kreissportverbände (KSVs) weiter, wodurch einerseits die Arbeit der KSVs für die Vereine im Lande unterstützt wird, andererseits findet aber auch die Arbeit der Kreisfachverbände für die Vereine eine Unterstützung über die KSVs.

Mit der Vergabe von Haushaltsmitteln an die Landesfachverbände leisten wir u.a. einen erheblichen Anteil zur Durchführung des Wettkampfbetriebes, an dem unsere Vereine beteiligt sind. Außerdem werden über die Haushaltsmittel für die Verbände die spezifische Ausbildung von Fachübungsleitern der Vereine ermöglicht sowie Maßnahmen des Breiten- und Jugendsports mitfinanziert. So findet die Arbeit an der Basis eine umfassende Unterstützung.

Der Landessportverband vergibt jährlich einen Zuschuss an die Sportjugend Schleswig-Holstein. Von der Arbeit der Sportjugend profitieren unsere Vereine insofern, als die Sportjugend eine umfangreiche Ausbildung für Jugendübungsleiter vornimmt, weitere Fortbildungsmaßnahmen anbietet, Großveranstaltungen für Jugendleiter und Jugendliche durchführt und beispielsweise mit finanzieller Unterstützung Projekte und/oder Jugendlehrgänge der Fachverbände fördert. Daneben wird Vereinen Hilfestellung bei internationalen Jugendbegegnungen gewährt und Mitgliedern unserer Vereine der Kontakt zu Jugendlichen anderer Nationen im Rahmen von Europäischen Jugendwochen ermöglicht. Mit z.B. den Initiativen „Jugend, Ehrenamt, Sport“ (JES), der Zusammenarbeit von „Sportvereinen und Kindergärten“ (SpuK) und ab dem Jahr 2006 durch das Projekt „Kinder in Bewegung“ werden den Jugendabteilungen der Vereine wertvolle Impulse gegeben.

Der LSV ist stets um die Stärkung des Ehrenamtes in Vereinen bemüht. Eine Maßnahme in diesem Zusammenhang besteht in einer umfassenden, an der Tätigkeit der Vereine orientierten Ausbildung von Vereinsmanagern, die die ehrenamtlichen Vorstände in den Vereinen von der (erforderlichen) Verwaltungsarbeit entlasten sollen.

Ein weiterer bedeutsamer Anteil unserer Tätigkeit steht im Zusammenhang mit Investitionsmitteln für den Neubau und die Sanierung von Sportstätten und den Sportgerätekauf. Empfänger der Investitionsmittel können Vereine, Verbände und der Landessportverband selbst sein (siehe „Zuschussmöglichkeiten“). Wir unterstützen Investitionsmaßnahmen der vorgenannten Organisationen mit jährlich 1.500.000,00 €. Die Mittel werden verausgabt auf 500 bis 600 zum Teil großvolumige Zuschussanträge. Die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter des Finanzausschusses im Landessportverband beraten dabei die Vereine und sind bemüht, die erforderlichen Vorschriften optimal im Sinne der Vereine auszulegen.

Für den Fall, dass Sie einen Antrag auf Gewährung eines Zuschusses zu den vorgenannten Investitionen stellen wollen, können Sie hier die notwendigen Antragsformulare herunterladen; Sie haben auch die Möglichkeit, die Formulare direkt bei Ihrem Kreissportverband abzufordern. Falls Sie für die Antragstellung ergänzende Unterstützung benötigen, empfiehlt sich die Lektüre der unter der Rubrik Sportpolitik als PDF-Datei angebotenen "Argumente fuer den Sport".

Daneben ist der LSV stets bemüht, Sondermittel gezielt für Großinvestitionen an den Leistungszentren der Verbände einzuwerben, damit die Mitglieder der Vereine dort optimal betreut werden können. In der finanzschwachen jüngeren Vergangenheit war das Bemühen des LSV angesichts leerer Kassen beim Land allerdings nicht sehr erfolgreich.

Der Landessportverband hilft speziell den Verbänden Fußball und Turnen, indem er

  • eingeworbene Investitionsmittel nach dort weiterleitet, so dass die jeweiligen Leistungszentren erhalten, ausgebaut und qualitativ verbessert werden können.
  • Darüber hinaus hilft der LSV diesen Verbänden auch, indem er ihnen Haushaltsmittel für die Unterhaltung der Leistungszentren zuweist.

Es profitieren so nicht nur die Aktiven dieser Verbände, sondern grundsätzlich könnten alle Mitglieder unserer Vereine davon einen Vorteil haben, da ihnen zum einen die Kaderathleten entstammen, die bei Turnen, Fußball, Schützen und Tanzen ausgebildet werden. In den Leistungszentren werden aber auch von anderen Verbänden Ausbildungsgänge angeboten, denn die Leistungszentren stehen vom Prinzip her allen Verbänden (und Vereinen) zur Verfügung.

Ein weiteres Beispiel für fachübergreifende Tätigkeiten des Landessportverbandes ist die regelmäßige Information unserer Sportvereine über aktuelle sportpolitische Sachverhalte und Entwicklungen mittels unseres Magazins SPORTforum. Unser Mitteilungsblatt wird den Vereinen11 Mal jährlich kostenlos zugesandt. Im Juli/August erscheint eine Doppelausgabe.

Daneben ist der Landessportverband im Internet vertreten und ermöglicht es dort seinen Verbänden, gezielt Informationen an interessierte Vereinssportler zu geben bzw. an Personen, die sich für den Sport in Schleswig-Holstein interessieren. Der Landessportverband selbst nutzt das Medium, um seine Vereine zeitnah zu aktuellen Geschehnissen und Entwicklungen mit wichtigen Informationen zu versehen. So konnte unseren Vereinen bereits kurz nach der Veränderung des Gesetzes zur Regelung geringfügiger Beschäftigungen eine ausgefeilte Handreichung zur Verfügung gestellt werden, die viele hundert Male von Vereinen des Landes aber auch aus anderen Bundesländern abgerufen wurde.

Ähnlich nachgefragt waren Tipps zur Jahr-2000-Problematik im EDV-Bereich bzw. die Anleitungen im Zusammenhang mit der Einführung des EURO. Weitere hilfreiche Tipps werden regelmäßig aktualisiert (z. B. Musterverträge, Berechnungsbeispiele für die komplizierten Verträge mit geringfügig Beschäftigten u. a. m..) und stehen kostenlos über das Internet zur Verfügung.Der LSV versucht, bei allen Gesprächen und auf den unterschiedlichen Ebenen die Interessen seiner Vereine umzusetzen, z. B. auch dann, wenn es um Steuerfragen geht. Meist sind in solchen Fällen allerdings Bundesgesetze betroffen, so dass wir uns häufig nur indirekt für die Vereine verwenden können. Allerdings behält sich der LSV auch vor, beispielsweise Bundestagsabgeordnete direkt mit Problemen unserer Mitgliedsorganisationen zu konfrontieren. Es waren im wesentlichen ursprünglich schleswig-holsteinische Initiativen, die die Protestbewegung des Sports gegen die Neuregelung des Gesetzes für geringfügige Beschäftigungsverhältnisse in Schwung brachten und letztlich dazu führten, dass der Übungsleiterfreibetrag von 1.227,00 € auf 1.848,00 € pro Jahr angehoben wurde. Angesichts der komplizierten Steuermaterie ermöglicht der LSV über seine monatliche Steuerhotline, dass Vereinsvertreter kostenlos mit einem versierten Steuerberater konkrete Einzelfragen beraten können.

Bislang können wir auf gute Erfolge in punkto Erhalt von Sportflächen verweisen. Die Erfolge lagen zum einen im Einwerben von Investitionsmitteln für die Sanierung von Sportanlagen. Zum anderen ist der Landessportverband mit seinem Umweltausschuss  ein ebenbürtiger Partner des Landes und konnte an vielen Stellen die Interessen des Sports durchsetzen, z. B. wenn es um die Ausweisung bzw. Sperrung von Naturschutzflächen ging. Das Verhältnis von Umweltministerium und Landessportverband war und ist sachlich und im wesentlichen emotionsfrei.


Fachspezifische Arbeit

Die fachübergreifende Aus, Fort- und Weiterbildung für Mitglieder unserer Sportvereine wird durch unser Bildungswerk geplant und durchgeführt. Jährlich werden etwa 60 Veranstaltungen, Seminare und Workshops zentral im Sport- und Bildungszentrum in Malente veranstaltet. Darüber hinaus bietet das Bildungswerk seit 1995 in Zusammenarbeit mit den Kreissportverbänden dezentral regionale Fortbildungen an. Dies sind zur Zeit etwa 80 Veranstaltungen pro Jahr. Insgesamt werden die Seminare von jährlich rund 3.600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besucht, die Tendenz ist steigend. Je nach Bedarf werden zu aktuellen Themen kurzfristig Informationsveranstaltungen durchgeführt.

Bislang wurden über das Bildungswerk des LSV rund 6.000 Übungsleiter, 1.400 Jugendleiter, und 550 Organisationsleiter mit Lizenzen versehen. Dazu erhielten rund 1.300 Vereinsmitarbeiter die Lizenz "Prävention und Rehabilitation" sowie rund 170 Personen den Abschluss "Gesundheitsberater". Diese Zahlen beziehen sich nur auf LSV-eigene Angebote.  Die Mehrzahl der in Malente veranstalteten Seminare ermöglicht es daneben unseren Fachverbänden, Teile ihrer Ausbildung kostengünstig über den LSV anzubieten. Die Grundkurse für Übungsleiter werden von zahlreichen Fachverbänden für deren Fachübungsleiterlizenz anerkannt. Hier sind grundlegende übergreifende Inhalte zusammengefasst, die die Basis für die weitere fachspezifische Ausbildung darstellen. Mit dieser Zusammenarbeit von LSV und Fachverbänden unterstützen wir die Vereinsarbeit. 

Räumlich finden die Kurse überwiegend in unserem Sport- und Bildungszentrum Malente statt, das der Landessportverband vorhält, und zwar

  • als eigenes Ausbildungszentrum für die vom Bildungswerk veranstalteten Seminare,
  • als Ausbildungszentrum für die Verbände; diese veranstalten in Malente rund 240 Kurse pro Jahr,
  • als Leistungszentrum mit eigener Schwimmhalle für Kaderathleten der Vereine, sofern diese über die Verbände dort hinbeordert werden und
  • als Trainingszentrum für Vereine.

Das Sport- und Bildungszentrum, insbesondere seinen Unterkunftsbereich, haben wir in den vergangenen Jahren unter Mithilfe von Bund und Land für mehrere Millionen Euro modernisiert und anspruchsvoll ausgestattet. Als Zentrum für Spitzensport benötigt Malente darüber hinaus jedoch adäquate Trainingsstätten mit entsprechenden Rahmenbedingungen, wenn man Anschluss an die nationale Spitze halten möchte. Ein modernes und von den Verbänden angenommenes Leistungszentrum trägt erheblich zur Aufwertung des Spitzensports in Schleswig-Holstein bei.

Das besondere Profil des LSV-Standortes Malente in der Kombination der "Verbindung von Kopf und Körper" bedarf daher

  • einer optimalen Verbindung von Theorie und Praxis,
  • einer zeitgemäßen räumlichen Ausstattung für Seminar- und Sportbetrieb
  • einer angenehmen Lernatmosphäre und
  • Möglichkeiten zur Kommunikation und Regeneration außerhalb des vorgeplanten Veranstaltungsablaufes.

Aus diesem Grunde hat der LSV für seine Vereine umfangreiche Umbauten am Sport- und Bildungszentrum vorgenommen, so dass mit der Fertigstellung eines 3-Mio-Euro-Umbaus Anfang 2006 optimale Lern- und Trainingsbedingungen erreicht wurden. Nach dem Besuch von Aus-, Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen bzw. Trainingsmaßnahmen können die Vereinsvertreter jetzt ihre Arbeit in den Vereinen motiviert(er) aufgreifen und zum Wohle aller fortsetzen. 

Die Breitensportarbeit im Landessportverband nimmt mittlerweile ein sehr großes Volumen ein. Schwerpunkte unserer Tätigkeit liegen dabei in der Konzeption neuer Angebote, in der erfolgreichen Suche nach Sponsoren für Projekte, die von Vereinen durchgeführt werden, und in der Ausbildung der für die Projekte erforderlichen Übungsleiter, wobei die Ausbildung häufig kostenfrei erfolgt.

Für Vereinsmaßnahmen, z. B. Vereinsjubiläen, Stiftungsfeste usw. macht der Landessportverband über seinen Vereinsservice Angebote zur Ausgestaltung der Feiern, indem er zum Selbstkostenpreis seinen verbandseigenen Spielgerätepool zur Verfügung stellt, seine Sportmobile bereit hält und auch sonst in Bezug auf Spielfeste helfend zur Verfügung steht. Unser Spielgerätepool beispielsweise wird insgesamt über 400 Mal pro Jahr in Anspruch genommen. Den Pool halten wir ständig auf dem neuesten Stand und haben gerade in der letzten Zeit, dem Trend folgend, zwei Kletterwände und weitere attraktive Geräte in den Vereinsservice mit aufgenommen. Häufig findet der erste Kontakt Jugendlicher mit dem Sport in der Schule statt. Zu unserem Leidwesen stellen wir jedoch fest, dass der Schulsport nicht immer im gewünschten Umfang stattfindet. Andererseits stehen häufig und ortsnah unsere Sportvereine bereit, um interessierten Jugendlichen Angebote, die zur Teilnahme bewegen sollen, zu unterbreiten.

Der Landessportverband regt seit Jahren seine Vereine dazu an, einen Zuschuss aus Mitteln des Projektes „Schule und Verein“ zu beantragen, wenn ein Verein eine Kooperation mit einer Schule eingehen will. Diese Kooperationen habe sich vielfach bewährt und dazu geführt, dass zahlreiche Jugendliche nun begeisterte Vereinssportler geworden sind. Einen ähnlichen Ansatz verfolgen wir in Sachen „Ganztagsschule“: Zwar sehen wir bei dieser Initiative eher das Land in der Pflicht, den Vereinen zu helfen, wenn sie für die Schule Sportangebote unterbreiten. Da aber keine Landesmittel z. B. für die Bezahlung von Übungsleitern bereit stehen, hat der Landessportverband beschlossen, Vereinen Zuschüsse zu gewähren, wenn sie sich an dem Projekt „Ganztagsschule“ beteiligen wollen.

Mit gezielten Maßnahmen und Projekten zur Thematik des Seniorensports widmet sich der Landessportverband verstärkt den Belangen älterer Menschen in unserer Gesellschaft. Vereine und Verbände erhalten die Möglichkeit, Anträge zur Förderung seniorenspezifischer Maßnahmen zu stellen und an den Lehrgängen und Fortbildungen zu eben der Thematik teilzunehmen. Seniorenbeauftragte in allen 15 Kreissportverbänden helfen dabei,  die Wege zwischen Vereinen und anderen in der Seniorenarbeit tätigen Organisationen erheblich zu verkürzen. Auf Wunsch unserer Verbände haben wir eine halbe Planstelle für den Seniorenbereich, dem zukunftsträchtigsten Bereich des Sports, eingerichtet. Mit unterschiedlichen Initiativen wollen wir die Vereine auf die große Herausforderung durch die demographische Entwicklung vorbereiten. Ein ganz wesentlicher Teil unserer Breitensportarbeit ist darüber hinaus die konzeptionelle praktische und finanzielle Unterstützung der Sozialarbeit der Vereine, und zwar z. B. in Bezug auf unsere Projekte "Integration durch Sport" und "Sport gegen Gewalt, Intoleranz und Fremdenfeindlichkeit". Mit diesen Projekten ist es dem Sport über seine Vereine gelungen, seine tragende Rolle in der Gesellschaft einmal mehr zu verdeutlichen.

Das Sportabzeichen ist fester Bestandteil breitensportlicher Arbeit. Ein Beispiel unserer Vereinshilfe mag der Hinweis darauf sein, dass wir jährlich ca. 10.000 Prüferausweise im Sportabzeichenbereich bearbeiten und pflegen.  Der Landessportverband versteht sich als Interessenvertretung für die Belange der Frauen in den Sportvereinen. Als eines der Hauptziele steht dabei die Gewinnung und Qualifizierung von Frauen für die ehrenamtliche Arbeit in Führungspositionen der Vereine und Verbände im Vordergrund. Hierzu werden über das Bildungswerk spezifische Fortbildungen und Seminare angeboten und Veranstaltungen verschiedener Art, z.B. Mädchen- und Frauensporttage, durchgeführt. 

Der Landessportverband bekennt sich zum humanen Leistungssport und fördert ihn finanziell, z. B. durch Zuwendungen für individuelle Leistungsförderung von Kaderathleten unserer Mitgliedsvereine. Daneben trägt der LSV einen ganz erheblichen Anteil an der Gesamtfinanzierung der Olympiastützpunkte Hamburg-Kiel und an des Ruderleistungszentrums Ratzeburg. Beide Zentren werden sehr intensiv von unseren Vereinsathleten in Anspruch genommen. Als einziges Bundesland verfügte Schleswig-Holstein bis zum Jahr 2001 nicht über ein Sportinternat. Nach längerer Überzeugungsarbeit konnte - zunächst für eine Erprobungsphase, nunmehr verstetigt - die Finanzierung eines Sportinternats in Ratzeburg sichergestellt werden, wobei sich auch der LSV mit Eigenmitteln beteiligt. Es ist zu hoffen, dass auf diesem Wege der Leistungssport in Schleswig-Holstein einen positiven Impuls erhält.  Seit dem Jahr 2007 wurde die Arbeit im „Haus der Athleten“ in Schilksee aufgenommen und jungen Seglern und Beachvolleyballern die Möglichkeit zum intensiven Training gegeben. Dies wurde u. a. auch durch eine Mitfinanzierung aus dem LSV-Leistungssportetat ermöglicht. 

Die Beschreibung der vielfältigen Arbeit des Landessportverbandes kann nicht abschließend sein. Bitte nutzen Sie die in diesem Artikel enthaltenen Links zu detaillierten Rubriken unserer Geschäftsbereiche, wenn Sie weitere Informationen erhalten möchten. Und bitte besuchen Sie den Internetauftritt des Landessportverbandes regelmäßig. Sofern auch dann noch nicht alle Fragen beantwortet sind, stehen wir Ihnen jederzeit gern mit Auskünften zur Verfügung. Sie erreichen unser Team unter:

Landessportverband Schleswig-Holstein
"Haus des Sports"
Winterbeker Weg 49
24114 Kiel
Tel.: 0431-6486-0
Fax: 0431-6486-190
E-Mail:info@lsv-sh.de

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