Programm "Integration durch Sport"
Das Programm „Integration durch Sport“ ist eine bundesweite Initiative des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), gefördert durch das Bundesministerium des Innern.
Der Landesportverband SH berät und begleitet Vereine und Verbände bei ihren Integrationsmaßnahmen, bietet interkulturelle Qualifizierungen an und unterstützt sie finanziell. Diese Unterstützungsleistungen ermöglichen es den Vereinen und Verbänden, Menschen, die eine soziale Benachteiligung erfahren, konkrete, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene, Angebote anzubieten, die oft über reine Sportkurse oder Trainingsgruppen hinausreichen.
Einen umfassenden Einblick in die Projektvielfalt der Vereine und Verbände in Schleswig-Holstein gibt folgender Film
Mehr Informationen
Leistungen für teilnehmende Vereine:
- Vereine und Verbände bei ihrer Integrationsarbeit beraten, individuell begleiten und finanziell fördern
- Vereine für das Thema „Interkulturelle Öffnung“ sensibilisieren und sie dabei unterstützen
- Themenbezogene Fortbildungs-und Qualifizierungsangebote
Bei Interesse nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf. Gerne stehen wir für Fragen und Antworten rund um das Thema „Integration“ zur Verfügung. Die Antragsstellung und Abwicklung der Abrechnung findet überwiegend über ein separates Förderportal statt. Dabei sind wir ihnen gern behilflich.
Niedrigschwellige Zugänge schaffen, Menschen erreichen, Wissen vermitteln: Das IdS-Team beim Tag des Sports 2026
Dr. Behailu Shiferaw Benti



Am 6. September 2026 war das Team von „Integration durch Sport“ (IdS) des Landessportverbandes Schleswig-Holstein (LSV SH) mit einem vielseitigen Mitmachangebot auf dem Tag des Sports (TdS) in Kiel vertreten. Am Stand standen Sport- und Bewegungsangebote zum Mitmachen sowie Wissensvermittlung im Mittelpunkt. Besucher*innen konnten an verschiedenen sportlichen Aktivitäten teilnehmen, ihr Wissen über Ziele, Angebote und Fördermöglichkeiten des Programms testen und anschließend am Glücksrad drehen. Die kleinen Gewinne sorgten dabei nicht nur für Freude, sondern boten zahlreiche Anlässe, um mit den Besucher*innen über die Arbeit und die Angebote von IdS ins Gespräch zu kommen. Das gesamte Format war bewusst niedrigschwellig aufgebaut, um das Programm IdS einem breiten Publikum spielerisch näherzubringen.
Die Angebote am Stand wurden von Besucher*innen unterschiedlicher Altersgruppen und Herkunft besucht. Familien nahmen gemeinsam mit ihren Kindern teil, Eltern und Großeltern begleiteten ihre Familienangehörigen und auch viele Jugendliche beteiligten sich an den Angeboten. Darunter waren auch viele Menschen, die dem organisierten Sport bislang eher ferngestanden haben.
Kern des Bildungsangebots war ein digitales Wissensquiz mit Fragen zu den Zielen, Zielgruppen, Fördermöglichkeiten und Unterstützungsangeboten von IdS. Das Quiz bot den Besucher*innen die Möglichkeit, ihr Wissen spielerisch zu testen, neue Informationen zu gewinnen, direkt mit anderen Teilnehmenden in den Austausch zu treten und mit dem IdS-Team über Inhalte, Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten des Programms ins Gespräch zu kommen. Die Ergebnisse wurden unmittelbar angezeigt und boten einen idealen Ausgangspunkt für Gespräche und Diskussionen mit dem IdS-Team. Am interaktiven Wissensquiz nahmen 107 Personen unterschiedlicher Altersgruppen, Geschlechter und Hintergründe teil. Positiv hervorzuheben ist die vielfältige Zusammensetzung der Teilnehmenden. Dies kann als Signal für Vielfalt und Empowerment gewertet werden und zeigt, dass das Bildungsangebot unterschiedliche Zielgruppen erfolgreich ansprechen konnte. Der Anteil weiblicher Teilnehmender lag mit 54 % leicht über dem Anteil männlicher Teilnehmender. Besonders beliebt war die Möglichkeit, direkt gegeneinander anzutreten. Familienmitglieder, Freundeskreise und spontan zusammengekommene Gruppen verglichen ihre Quizergebnisse und lieferten sich freundschaftliche Wettbewerbe, ähnlich wie bei sportlichen Wettkämpfen. Dadurch entwickelte sich eine lebendige Atmosphäre, in der nicht nur gespielt wurde, sondern zahlreiche Gespräche entstanden. Für das IdS-Team bot sich die Gelegenheit, mit vielen Menschen gleichzeitig ins Gespräch zu kommen, Rückfragen zu beantworten und Inhalte des Programms in einem offenen und niedrigschwelligen Rahmen zu vermitteln.
Im Schnitt erzielten alle Teilnehmenden eine Erfolgsquote von 73%. 18% der Teilnehmenden beantworteten weniger als 45% der Fragen richtig, während die Mehrheit (59%) Ergebnisse zwischen 45% und 78% der möglichen Punkte erreichte. Weitere 18% erzielten Werte zwischen 79% und 89%, während 5% sogar 90% oder mehr der Fragen korrekt beantworteten. Gleichzeitig zeigte die Auswertung, dass einzelne Themen bei vielen Teilnehmenden Fragen aufwarfen. Gerade die falsch beantworteten Fragen erwiesen sich als besonders wertvoll für das Bildungsangebot. Sie führten zu Nachfragen, Diskussionen und vertiefenden Gesprächen zwischen den Teilnehmenden sowie mit dem IdS-Team. Die Ergebnisse zeigten damit nicht nur vorhandenes Wissen, sondern machten auch sichtbar, in welchen Bereichen weiterer Informationsbedarf besteht.
Die meisten Schwierigkeiten bereitete die Frage zum Gründungsjahr des Programms (Frage 7). Mehr als die Hälfte der Teilnehmenden schätzte das Programm deutlich jünger ein und wusste nicht, dass IdS bereits seit 1989 und damit seit 37 Jahren besteht. Auch die Aufgaben der Integrationslots*innen (Frage 9) waren vielen nicht vollständig bekannt. Häufig wurde unterschätzt, wie vielfältig ihr Engagement ist und dass sie Menschen mit Migrationshintergrund beim Zugang zum Sport unterstützen, über Teilhabemöglichkeiten informieren sowie Sportvereine, Kommunen und soziale Einrichtungen miteinander vernetzen. Darüber hinaus zeigte sich weiterer Informationsbedarf bei den Voraussetzungen für eine Förderung im Rahmen des Programms (Frage 8). Vielen Teilnehmenden war nicht bewusst, dass für eine Förderung mehrere Voraussetzungen berücksichtigt werden müssen. Dazu gehören die Planung von Integrationsmaßnahmen, die fristgerechte Antragstellung sowie die Einbindung von Beratungsangeboten. Die Ergebnisse verdeutlichten außerdem, dass die Unterstützungsangebote des Programms, insbesondere Beratung, Qualifizierung und Förderung, in der Öffentlichkeit noch nicht ausreichend bekannt sind. Die Antworten machten außerdem deutlich, dass zentrale Aspekte von Integration durch Sport (Frage 1) zwar häufig genannt wurden, das Zusammenwirken von Teilhabe, Mitgestaltung und gesellschaftlichem Zusammenhalt jedoch nicht immer als gemeinsames Gesamtbild verstanden wurde. Am sichersten beantwortet wurde die Frage, wer das Programm in Schleswig-Holstein umsetzt (Frage 3), was darauf hindeutet, dass der LSV SH als zentraler Träger des Programms bereits gut bekannt ist.
Gerade diese Themen sorgten am Stand regelmäßig für intensive Gespräche. Die Teilnehmenden diskutierten untereinander über mögliche Antworten, verglichen ihre Einschätzungen und wollten anschließend wissen, weshalb bestimmte Lösungen richtig oder falsch waren.
Das IdS-Team griff diese Situationen auf und erklärte die Hintergründe direkt vor Ort. Das Quiz erreichte damit sein Ziel: Es machte die Teilnehmenden neugierig, regte zum Nachdenken an und eröffnete ihnen neue Perspektiven.
Die Angebote des IdS-Teams machten deutlich, dass viele Menschen Interesse an den Themen von Integration durch Sport haben und gerne in den Austausch treten, wenn der Zugang niedrigschwellig gestaltet ist. Gleichzeitig konnten zentrale Informationen über das Programm vermittelt und bestehende Wissenslücken aufgegriffen werden. Unser besonderer Dank gilt allen Teilnehmenden, die sich mit großem Interesse, Offenheit und zahlreichen Gesprächen aktiv an den Angeboten beteiligt haben.
Das IdS-Team war vor Ort beim 7. Schleswig-Holstein SportDIALOG in Kiel
Dr. Behailu Shiferaw Benti
Am 20. und 21. März veranstaltete der Landessportverband Schleswig-Holstein (LSV) den 7. Schleswig-Holstein SportDIALOG im VeranstaltungsZentrum Kiel. Insgesamt 180 Teilnehmende aus Sportvereinen und -verbänden sowie aus Partnerorganisationen kamen zusammen, um sich auszutauschen, gemeinsam vorauszudenken und Gespräche zu führen. Diese wichtige Netzwerkveranstaltung bot anregende Diskussionsrunden, inspirierende Impulse und einen direkten Austausch mit Gleichgesinnten. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, neue Perspektiven zu gewinnen, Netzwerke zu stärken und die Zukunft des Sports in Schleswig-Holstein aktiv mitzugestalten. Der gesamte Bericht über diese Veranstaltung ist in der Ausgabe Nr. 228 des SPORTFORUM (April 2026) des LSV zu finden.
Am ersten Veranstaltungstag informierte der LSV auf dem Marktplatz „Sport" über seine Programme und Projekte, wo verschiedene Informationsstände eingerichtet waren. Das Team „Integration durch Sport" war mit einem eigenen Informationsstand aktiv vertreten und bot damit eine Plattform für den gemeinsamen Austausch. Dies gab dem Team die Möglichkeit, sich vorzustellen und die Programme „Integration durch Sport" und „Sport für alle – Sport mit Geflüchteten" zu präsentieren. Diese Programme unterstützen Sportvereine und Verbände bei ihren Integrationsmaßnahmen durch finanzielle Förderung, enge Zusammenarbeit und Beratung.
Die Netzwerkveranstaltung eröffnete die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch mit Stützpunktvereinen– unter anderem über den laufenden Antragsbearbeitungsprozess, die geplanten integrativen Maßnahmen, bisherige Herausforderungen sowie Perspektiven für eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit. Gleichzeitig konnten die Programme auch denjenigen vorgestellt werden, die noch nicht damit vertraut waren.
Parallel zu den spannenden Gesprächen am Stand gab es auch ein besonderes sportliches Angebot: Zwei digitale Balance-Boards für das Gleichgewichtstraining mit visuellem Echtzeit-Feedback standen bereit und luden zum Ausprobieren ein. Die Teilnehmenden wurden ermutigt, ihre Balance-Fähigkeiten zu testen und ihre Ergebnisse auf einem Flipchart festzuhalten. Dieses Angebot entfachte einen freundschaftlichen Wettbewerb am Stand – der, wie jeder Sport, eine weitere Gelegenheit für Vernetzung und Ideenaustausch bot. Der Ehrgeiz und die Ausdauer der Teilnehmenden spiegelten dabei genau den Einsatz wider, den sie täglich für den Sport in unserer Gesellschaft zeigen.
Das IdS-Team bedankt sich bei allen Teilnehmenden des SportDIALOGs!

IdS-Abrechnungsworkshop 2026
Für die Abrechnung 2026 gelten geänderte Abrechnungsmodalitäten und zusätzliche Anforderungen. Im IdS-Abrechnungsworkshop erhaltet ihr einen kompakten Überblick über die wichtigsten Neuerungen, die geltenden Abrechnungsverfahren sowie die Fördervoraussetzungen. Darüber hinaus habt ihr die Möglichkeit, offene Fragen zu klären und praktische Herausforderungen aus dem Vereins- und Verbandsalltag zu besprechen. So können Rückfragen, Verzögerungen und fehlerhafte Abrechnungen vermieden und die Vorgaben sicher umgesetzt werden.
Die Veranstaltung findet als Hybridveranstaltung statt. Alle Stützpunktvereine und Verbände sind herzlich eingeladen, teilzunehmen.
Termine
- 26.10.2026 | 17:30 bis 18:30 Uhr
- 06.11.2026 | 15:00 bis 16:00 Uhr
Anmeldung
Bitte meldet euch über den Link für den gewünschten Workshoptermin an. Wir freuen uns auf eure Teilnahme.
Veranstaltungsort (Präsenzteilnahme)
Haus des Sports
Winterbeker Weg 49
24114 Kiel
Rückfragen:
Dr. Behailu Shiferaw Benti, Tel. 0431/6486 – 294; Email: behailu.benti[at]lsv-sh.de
Wir freuen uns auf eure Anmeldungen!

Haltung zeigen im Sport: Fit für die Vielfalt
Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und demokratiefeindliche Haltungen machen auch vor dem Sport nicht Halt. Sportvereine sind Orte der Begegnung, des Miteinanders und des gegenseitigen Respekts. Umso wichtiger ist es, diskriminierenden Einstellungen entgegenzutreten und eine offene, vielfältige Vereinskultur zu fördern.
Mit unserer Fortbildung „Integration durch Sport: Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Demokratietraining im Sport“ möchten wir Engagierte im Sport dabei unterstützen, sich mit den Ursachen und Auswirkungen von Rassismus auseinanderzusetzen. Gemeinsam diskutieren wir aktuelle Herausforderungen, tauschen Erfahrungen aus der Praxis aus und entwickeln Handlungsstrategien für den Vereinsalltag.
Das Seminar richtet sich an Integrationslots*innen, Akteur*innen aus Sportvereinen und Sportverbänden des LSV SH, ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende sowie alle Interessierten, die sich für Vielfalt, Respekt und Demokratie im Sport einsetzen möchten.
📅 Termin: 23.10. bis 25.10.2026
📍 Ort: Landesturnschule Trappenkamp
💶 Teilnahmebeitrag: 20 € inklusive Übernachtung und Verpflegung
Wer sich für ein diskriminierungsfreies und demokratisches Miteinander im Sport engagieren möchte, ist herzlich eingeladen, an der Fortbildung teilzunehmen.
Jetzt anmelden und ein Zeichen für Vielfalt, Respekt und Demokratie im Sport setzen!
Bei Fragen zur Veranstaltung stehen wir gerne zur Verfügung.
Die Kontaktdaten lauten:
Dr. Behailu Shiferaw Benti, Tel. 0431/6486 – 294; Email: behailu.benti[at]lsv-sh.de
Wir freuen uns auf eure Anmeldungen!
Allgemeine Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung (ANBest-P)348 KBDie ANBest-P enthalten Nebenbestimmungen im Sinne des§ 107 des Verwaltungsverfahrengesetzes (VwVfG) sowie notwendige Erläuterungen. Die Nebenbestimmungen sind Bestandteil des Zuwendungsbescheides, soweit dort nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist. Letzte Aktualisierung: 12.03.2026
Programmleitung Integration durch Sport
Karsten Lübbe
Fon: 0431 / 64 86 - 107
Mail: integration[at]lsv-sh.de



















