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Der LSV und die sjsh haben mit Unterstützung der Führungsakademie des DOSB im Sommer 2025 den Strategieprozess Safe Sport gestartet, um das Grundsatzthema Safe Sport – Schutz vor interpersonaler Gewalt im Sport - strukturell mit folgendem Selbstverständnis zu verankern und zukunftsfähig auszurichten:

Selbstverständnis Safe Sport des LSV und der sjsh

Als Landessportverband Schleswig-Holstein (LSV) und als Sportjugend Schleswig-Holstein (sjsh) setzen wir uns für einen sicheren, respektvollen und diskriminierungsfreien organisierten Sport in Schleswig-Holstein ein und bekennen uns ausdrücklich zu dieser Verantwortung.

Als Dachverband übernehmen wir eine Vorbildrolle und tragen die demokratischen Grundwerte in den Sport und in die Gesellschaft. Unser Handeln ist geprägt von Offenheit, Hilfsbereitschaft, Partizipation und Wertschätzung. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, allen Menschen die Teilhabe am Sport in einem geschützten Umfeld zu ermöglichen – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Alter, sexueller Orientierung oder Beeinträchtigung. Wir erkennen dabei an, dass Menschen unterschiedliche Bedürfnisse haben und richten unser Handeln danach.

Safe Sport ist für uns keine Zusatzaufgabe, sondern eine Grundsatzaufgabe, die geschäftsbereichsübergreifend verankert ist. Wir setzen einen klaren Fokus auf Prävention, schaffen transparente Strukturen für Intervention und Aufarbeitung und fördern eine nachhaltige Kultur der Achtsamkeit im Sport. Dabei sehen wir uns als Vernetzer*innen für die verschiedenen Akteur*innen im Themenfeld und schaffen damit die notwendige Relevanz sowie breite Aufmerksamkeit.

Unsere Arbeit richtet sich in erster Linie an unsere Mitgliedsverbände und -vereine sowie an die Mitarbeitenden des LSV und der sjsh. Ihnen geben wir Orientierung, Unterstützung und konkrete Hilfestellungen, um Safe Sport wirksam und nachhaltig in ihren Strukturen zu verankern. Wir verstehen uns als Schutz- und Vertrauensinstanz für alle Menschen im organisierten Sport in Schleswig-Holstein. Besonderes Augenmerk legen wir auf Personengruppen, die in besonderem Maße schutzbedürftig sind – insbesondere Kinder und Jugendliche, Menschen mit Behinderungen, Menschen mit Migrationsgeschichte sowie LGBTQI*-Personen. Alle sollen im Sport in Schleswig-Holstein gestärkt, respektiert und sicher teilhaben können.

Durch eine nachhaltig gesicherte Finanzierung und klare, personenunabhängige Strukturen ist gewährleistet, dass Safe Sport dauerhaft und verlässlich im Verband verankert bleibt.

Selbstverständnis im Umgang mit Verdachtsfällen

Als Landessportverband Schleswig-Holstein (LSV) und als Sportjugend Schleswig-Holstein (sjsh) verstehen wir uns als zentrale Anlaufstelle im Themenfeld Safe Sport. Dazu gehört auch der Umgang mit Verdachtsfällen bei Gewalt, Diskriminierung oder grenzverletzendem Verhalten. Wir bieten Beratung, Unterstützung und Orientierung, damit Betroffene, Hinweisgebende sowie Mitgliedsverbände und -vereine nicht allein gelassen werden.

Wir nehmen diese Aufgabe nicht nur aufgrund wachsender gesellschaftlicher Erwartungen wahr, sondern aus einer klaren Haltung heraus. Als Dachverband sind wir verpflichtet, Verantwortung zu übernehmen und Ressourcen bereitzustellen, die unsere Mitgliedsverbände und -vereine oftmals nicht selbst aufbringen können.

Unser Fokus liegt darauf, eine niedrigschwellige erste Anlaufstelle zu sein. Wir bieten Hilfe bei der Anwendung des „Safe Sport Code“, führen Gespräche als Erstkontakt und verweisen Betroffene sowie Beteiligte gezielt an kompetente Fachberatungsstellen weiter – sowohl bei internen Meldungen in der Geschäftsstelle als auch bei Meldungen von Mitgliedsverbände und -vereine. Auf diese Weise schaffen wir eine klare Struktur und stellen sicher, dass Betroffene schnell und professionell unterstützt werden.

Gleichzeitig definieren wir bewusst die Grenzen unseres Handelns. Wir leisten keine juristische Beratung und übernehmen keine individuelle Fachberatung im Verdachtsfall. Stattdessen sorgen wir für eine strukturierte Weiterleitung an die dafür zuständigen Stellen, um so eine bestmögliche und objektive Beratung zu gewährleisten.

Unser Angebot richtet sich an alle Beteiligten des organisierten Sports in Schleswig-Holstein, die von interpersonaler Gewalt betroffen sind sowie an Hinweisgeber*innen, die potenziellen Risiken sichtbar machen wollen. Damit schaffen wir Vertrauen, Transparenz und Verlässlichkeit im Umgang mit Verdachtsfällen.

Bis 2029 fokussieren wir durch unsere Ziele in den Handlungsfelder die Bereiche der Prävention und Intervention. Darüber hinaus bekennen wir uns langfristig zur Bedeutung der Aufarbeitung. Vergangenes aufzuarbeiten ist ein langfristiger Prozess, der es ermöglicht, aus Fehlern zu lernen und Strukturen nachhaltig zu verbessern.

Unter dem Begriff Safe Sport verstehen wir die Gestaltung eines sicheren, respektvollen und fairen Sportumfeldes, in dem alle Beteiligten vor interpersonaler Gewalt und Diskriminierung geschützt sind. Safe Sport umfasst sowohl präventive Maßnahmen wie Sensibilisierung, Qualifizierung und Verhaltensregeln als auch Strukturen zur Intervention und Aufarbeitung, um Grenzverletzungen konsequent zu bearbeiten.

 

Weitere Information zu Safe Sport finden Sie hier

Margarethe Germ
Team Schutz vor Gewalt - Prävention
Fon: 0431 / 64 86 - 137
Mail: margarethe.germ[at]lsv-sh.de

Tanja Krampen
Team Schutz vor Gewalt - Intervention und Fachberatung
Fon: 0431 / 64 86 - 191
Mail: tanja.krampen[at]lsv-sh.de

Meike Kliewe
Team Schutz vor Gewalt - Organisation
Fon: 0431 / 64 86 - 186
Mail: meike.kliewe[at]lsv-sh.de

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