Mehrere LSV-Mitglieder berichten aktuell von betrügerischen E-Mails, mit denen versucht wird, sensible Vereinsdaten zu erlangen oder Zahlungen auf Grundlage angeblicher Bescheide zu veranlassen.
Die Nachrichten treten im Namen des Bundeszentralamts für Steuern (BZSt) auf und wirken teilweise sehr professionell gestaltet. Das BZSt warnt ausdrücklich davor, auf solche Nachrichten zu reagieren oder Links und Dateianhänge zu öffnen.
Aktuelle Betrugsmaschen:
Abweichung bei Krypto-Angaben (DAC 8)
Empfänger*innen erhalten eine E-Mail mit Bezug auf die neue EU-Richtlinie „DAC 8“. Angeblich seien Unstimmigkeiten bei Krypto-Beständen festgestellt worden. Über eine Schaltfläche sollen Betroffene sich bei „Mein ELSTER“ anmelden – tatsächlich führt der Link jedoch auf eine Phishing-Seite.
Aufforderung zur Bestätigung der IBAN für das SEPA-Lastschriftmandat
In einer weiteren Variante wird behauptet, ein Bescheid sei erstellt worden, jedoch müsse noch die IBAN verifiziert werden. Teilweise wird auf eine angebliche Verifizierungsseite (z. B. „elster-veri.de“) verwiesen. Diese Internetadresse wird nicht vom BZSt betrieben.
Ordnungsgeldverfahren wegen unterlassener Offenlegung von Umsatzzahlen
Von täuschend echt wirkenden Absenderadressen (z. B. poststelle@bzst.de-mail.de oder mit der Endung @bzst.bund.de) wird behauptet, es sei ein Ordnungsgeldverfahren anhängig. Ziel ist es, Empfänger zur Datenpreisgabe oder Zahlung zu bewegen.
„Neue Mitteilung verfügbar“
Auch E-Mails mit dem Hinweis auf eine „neue Mitteilung“, die über einen Button wie „Jetzt öffnen“ abrufbar sei, sind im Umlauf. Nach dem Klick werden persönliche Daten abgefragt.
So erkennen Sie Betrugsversuche
- Seien Sie misstrauisch bei ungewöhnlichen Zahlungsaufforderungen per E-Mail, SMS oder Brief.
- Das Bundeszentralamt für Steuern verschickt offizielle Bescheide und Zahlungsaufforderungen in der Regel per Post.
- Öffnen Sie keine Links, um Zahlungen zu leisten oder Formulare auszufüllen.
- Zahlen Sie niemals auf ausländische Kontoverbindungen – Zahlungen an das BZSt erfolgen ausschließlich auf ein inländisches Konto der Bundeskasse.
- Achten Sie auf sprachliche Fehler oder falsch verwendete Fachbegriffe.
- Echte Schreiben enthalten üblicherweise konkrete Kontaktdaten (Name, Telefonnummer, E-Mail-Adresse der zuständigen Person).
Was tun im Ernstfall?
- Reagieren Sie im Zweifel nicht und löschen oder entsorgen Sie die Nachricht.
- Haben Sie bereits Daten preisgegeben oder Zahlungen geleistet, informieren Sie umgehend Ihre Bank und die Polizei.
- Verdächtige Nachrichten können per E-Mail an das BZSt gemeldet werden. Bitte beachten Sie, dass in der Regel keine individuelle Rückmeldung erfolgt.
Weitere Informationen
Eine laufend aktualisierte Übersicht über aktuelle Betrugsversuche finden Sie auf der offiziellen Website des Bundeszentralamts für Steuern:
Zur Warnseite des Bundeszentralamts für Steuern
Bitte informieren Sie auch die zuständigen Personen in Ihrem Verein (Vorstand, Kassenwart*in, Geschäftsführung), um Schäden durch solche Betrugsversuche zu vermeiden.













