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LSV verurteilt jegliche Gewaltandrohung gegenüber Menschen, die sich gegen Antisemitismus engagieren

Der organisierte Sport in Schleswig-Holstein steht hinter den unumstößlichen Grundsätzen, nach denen der Sport für eine starke und lebendige Gemeinschaft eintritt und eine Plattform für gemeinsame Werte bietet. Wir alle – der Landessportverband Schleswig-Holstein (LSV) und seine Sportjugend (sjsh) zusammen mit den im LSV organisierten Vereinen und Verbänden – stehen für Vielfalt, Chancengleichheit, Fairness und Respekt – verankert in und getragen von klaren demokratischen Werten. 

Zu den in Kiel aufgehängten diffamierenden Plakaten mit antisemitischen Botschaften und persönlichen Daten, Gesichtern und mutmaßlichen Wohnadressen von Menschen, die sich aktiv gegen Antisemitismus stellen, sagt LSV-Präsidentin Barbara Ostmeier: 

„Wir verurteilen jegliche Gewaltandrohung gegenüber Personen, die sich über Jahre hinweg aktiv in sozialen Bereichen – hier vor allem im Zusammenhang mit Antisemitismus − engagieren und der gesamten Gesellschaft dadurch einen großen Nutzen und Mehrwehrt bringen, aufs Schärfste. Menschen, (Sport-)vereine und Institutionen, die Tag für Tag für unsere von klaren Werten getragene freiheitlich-demokratische Grundordnung einstehen, sollten Unterstützung, Zuspruch und Wertschätzung erfahren, nicht aber Hass und Gewalt. Auf Sportplätzen, in Sporthallen, am Arbeitsplatz und über den Alltag hinaus dienen genau diese Personen und Institutionen, die aktive Haltung zeigen, als inspirierende Vorbilder.“

Der LSV und die sjsh sehen die von allen Beteiligten unterbreiteten Angebote und durchgeführten Maßnahmen als wichtige Unterstützungsangebote für eine funktionierende demokratische und vielfältige Gesellschaft an. „Auch LSV und sjsh greifen häufig auf die fachliche Expertise der Engagierten von zebra e.V., LIDA-SH, LIBA-SH sowie weiterer handelnder Akteure zurück und teilen dabei das zusätzliche Know-how mit der Sportlandschaft Schleswig-Holsteins. So fließen neu erworbene Erkenntnisse und Erfahrungen sowie ermittelte Fallzahlen, auf die wir in der eigenen operativen Verbandsarbeit angewiesen sind, in zahlreiche Qualifizierungsangebote mit ein und können uns und unseren Vereinen und Verbänden einen signifikanten Mehrwert bieten. Darüber hinaus weisen wir unsere Mitgliedsorganisationen auf die Verfügbarkeit von Meldestellen hin“, so Ostmeier weiter.

Wie schon am 26. Januar 2024 in der gemeinsamen Positionierung des LSV und seiner Sportjugend zu den „wachsenden antidemokratischen und rechtsextremistischen Tendenzen“ formuliert, stehen der LSV und sjsh zusammen mit den im LSV organisierten Vereinen und Verbänden für eine offene, vielfältige und demokratische Gesellschaft ein. Man werde mehr denn je menschenverachtenden Haltungen und Handlungen aller extremistischen Parteien, Gruppierungen und Bewegungen deutlich entgegentreten und ihnen keinen Raum im organisierten Sport geben. 

Die Dachverbände Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) und Deutsche Sportjugend (dsj) haben deshalb ihre Positionierung erst vor Kurzem aktualisiert und damit die Bedeutung einer klaren Haltung unterstrichen.

Der LSV und seine Sportjugend orientieren sich daran und sprechen allen Aktiven in diesem Bereich und den Jüdinnen und Juden in Schleswig-Holstein ihre Solidarität zu. 

Verantwortlich für diese Pressemitteilung:

Stefan Arlt
Pressesprecher
Landessportverband Schleswig-Holstein e.V.
Tel.: 0431-6486-163
stefan.arlt[at]lsv-sh.de

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