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Kiel wird Segelstandort der deutschen Olympiabewerbung

Mitgliederversammlung des DOSB entscheidet sich für München

Die außerordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes hat sich am 26. September in Baden-Baden für München als deutschen Bewerber um Olympische und Paralympische Spiele entschieden. Gemeinsam mit Kiel als Austragungsort der Segelwettbewerbe geht München damit in die nächste Phase des Bewerbungsverfahrens. Der Landessportverband Schleswig-Holstein (LSV) wertet das als großen Erfolg für Kiel und das Sportland Schleswig-Holstein.

München und Kiel verbindet eine gemeinsame olympische Geschichte. Bereits 1972 wurden die olympischen Segelwettbewerbe der Spiele von München im Olympiazentrum Kiel-Schilksee ausgetragen. An diese erfolgreiche Verbindung wollen beide Standorte nun anknüpfen. Rückenwind für die erneute Bewerbung gab im April der Bürger*innenentscheid: Eine deutliche Mehrheit der Kieler*innen (63,9 Prozent) sprach sich für die Austragung olympischer Segelwettbewerbe aus.

„Die Entscheidung ist ein großer Erfolg für Kiel, für Schleswig-Holstein und für den Segelsport. Unser besonderer Dank gilt München für das Vertrauen in Kiel und die Einbindung unseres Standortes in das hervorragende Bewerbungskonzept. Viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter haben sich in der Bewerbungsphase mit großem Engagement für Kiel eingesetzt. Ihnen allen und den Kielerinnen und Kielern, die mit ihrem Votum einen starken Rückhalt für die Bewerbung geschaffen haben, gilt unser ausdrücklicher Dank“, erklärt LSV-Präsidentin Barbara Ostmeier.

Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit: Gemeinsam mit dem starken Partner München, dem DOSB, dem Land Schleswig-Holstein, der Landeshauptstadt Kiel und dem unter seinem Dach organisierten Sport will der LSV die deutsche Bewerbung weiter voranbringen.

„Die Entscheidung bedeutet für uns Freude und Auftrag zugleich. Olympische und Paralympische Spiele können die gesamte Bevölkerung begeistern und dem Sport weit über die Wettbewerbe hinaus neue Impulse geben. Damit diese Wirkung tatsächlich bei den Menschen ankommt, brauchen wir schon jetzt verlässliche Rahmenbedingungen und gezielte, nachhaltige Investitionen in den Sport. Wir müssen diejenigen stärken, die ihn jeden Tag tragen: unsere Athletinnen und Athleten, die vielen ehrenamtlich Engagierten sowie die Kinder und Jugendlichen in unseren Vereinen. Dazu bedarf es starker Strukturen, guter Entwicklungsmöglichkeiten und einer zeitgemäßen und vor allem funktionalen Infrastruktur. Jeder in den Sport investierte Euro ist eine Investition in Gesundheit, Gemeinschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Denn der Weg zu Olympischen und Paralympischen Spielen beginnt nicht erst auf der großen internationalen Bühne. Er beginnt direkt vor Ort in den Städten und Gemeinden – in der Turnhalle, auf dem Sportplatz, im Schwimmbad, auf dem Wasser und vor allem im Verein. Dafür werden wir uns im weiteren Bewerbungsverfahren mit ganzer Kraft einsetzen“, betont Ostmeier.

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