LSV- Innovationsfonds - LSV fördert jährlich innovative Verbandsprojekte!

Auch in diesem Haushaltsjahr stehen Mittel für einen Innovationsfonds zur Förderung der Arbeit der Mitgliedsorganisationen und des Landessportverbandes (LSV) zur Verfügung. Wegen des großen Erfolges des Innovationsfonds, der 2013 erstmalig aufgelegt wurde, und der großen Nachfrage der Verbände hat der LSV-Vorstand beschlossen, die Höhe der Mittel der Nachfragesituation anzupassen. Darüber hinaus wurde beschlossen, zusätzliche zweckgebundenen Mittel für Projektanträge zur Inklusion im und durch Sport bereitzustellen. Der Fonds unterstützt auch in diesem Jahr Maßnahmen der Kreissportverbände, der Sport- und Landesfachverbände sowie des LSV.

Projektanträge an den Innovationsfonds müssen sich durch folgende Kriterien auszeichnen:

  • Umsetzung von Inhalten des Sportpolitischen Orientierungsrahmens 2016-2020
  • Neukonzeption mit Innovationscharakter bzw. substantielle Weiterentwicklung bestehender Konzepte
  • Nachhaltige Wirkung
  • Transfer-Wert (verbandsintern und/oder für andere Verbände)

Der finanzielle Förderrahmen ist pro Projekt auf max. 5.000 Euro begrenzt. Hierbei handelt es sich um eine Vollfinanzierung, ein Eigenanteil des Antragstellers an der Finanzierung ist nicht erforderlich. Es können Projektkosten geltend gemacht werden, die in der Zeit zwischen dem 22. Juni 2019 und dem 31. August 2020 angefallen sind. Bitte reichen Sie den Abschlussbericht (Formular Verwendungsnachweis) und die Projektabrechnung (Belege) bis zum 31.10.2020 ein.

Jeder Verband kann mehrere Anträge pro Förderperiode einreichen, die Anträge müssen sich allerdings thematisch deutlich voneinander unterscheiden.

Die Frist zur Einreichung der Anträge auf Förderung ist für diese Förderperiode ausgelaufen. Sollte es auch im nächsten Jahr einen Innovationsfonds geben, werden Anträge ab Ende Juni eingereicht werden können. Alle wichtigen Unterlagen und Informationen werden Sie dann hier finden. 

 

2018/2019

Der Fonds ist im Jahr 2018/2019 mit 190.000 Euro für Maßnahmen der Kreissport- und Landesfachverbände sowie des LSV ausgestattet.

Anträge an den LSV Innovationsfonds 2018/2019 mussten bis zum 31. August 2017 beim LSV eingegangen sein. Es liegen insgesamt 44 Zuschussanträge mit einer beantragten Summe in Höhe von 190.997,30 Euro vor. Somit mussten auf Grund der Richtlinien Kürzungen vorgenommen werden, bzw., ebenfalls auf Grund der Richtlinien, Anträge abgelehnt werden.

Auf der Grundlage der zur Verfügung stehenden Mittel konnte der LSV-Vorstand 41 Anträge bewilligen. Beteiligt haben sich sieben Kreissportverbände (neun Anträge) und fünfzehn Landesfachverbände (36 Anträge). Die Projekte sind teilweise bereits angelaufen und werden im Herbst 2019 abgeschlossen sein.

 

Schwerpunkte in der Antragstellung:

• Projekte zur Organisation- und Strukturentwicklung der Verbände

• Zusammenarbeit von Schule und Verein

• Förderung des Nachwuchsleistungssport

• Kommunale Sportentwicklungsplanung

• Qualifizierung und Ausbildung von Übungsleiterinnen und Übungsleitern

• Digitalisierung

Beispielhafte Maßnahmen

Sportverband Kiel (SV Kiel)

Ein gefördertes Projekt des Sportverbandes Kiel lautet „Digitale Geschäftsstelle/Archivierung“. Der Sportverband erkennt die Zeichen der Zeit und plant eine Vereinfachung sowie Vereinheitlichung der gesamten Ablage von Dokumenten in der Geschäftsstelle. Die Ablage erfolgte bisher in herkömmlichen Aktenordnern. Die Zahl der abgelegten Dokumente ist in den zurückliegenden Jahren stark angestiegen. Ziel ist das sogenannte "papierlose Büro", in dem alle Dokumente in digitalisierter Form vorliegen sollen, was auch den Mitgliedsvereinen des Verbandes zugutekommt.

Schleswig-Holsteinischer Fußballverband (SHFV)

Einer anderen Thematik widmet sich der Schleswig-Holsteinische Fußballverband (SHFV) mit Unterstützung des Innovationsfonds. Der SHFV möchte sich zukünftig im Zuge seiner Initiativen im Bereich „Fußball für Ältere“ des Projekts „Walking Football“ verstärkt annehmen. Aus Sicht des Verbandes kann der „Fußball im Gehen“ dazu dienen, ehemalige Fußballerinnen und Fußballer bzw. Fußballinteressierte Menschen höheren Alters (Zielgruppe ab 50 Jahre) wieder für das aktive und gemeinsame Sporttreiben zu begeistern und mittels eines regelmäßigen Angebots die körperliche und psychosoziale Gesundheit fördern. Das Projekt soll durch das Sportinstitut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel wissenschaftlich begleitet werden. Eine gemeinsame Studie soll zugleich als SHFV-Leuchtturmprojekt zur Einführung der neuen Fußballvariante „Walking Football“ in Schleswig-Holstein fungieren.

Tennisverband Schleswig-Holstein (TVSH)

Der Tennisverband Schleswig-Holstein (TVSH) plant – ebenfalls gefördert mit Mitteln des Innovationsfonds – das Projekt „Sportlehrer und Sportlehrerinnen in die Tennisvereine“ und reagiert auf die geringe Umsetzung der Sportart Tennis in den Schulen in Schleswig-Holstein. Mit der Förderung sollen mehr Sportlehrerinnen und Sportlehrer für die Sportart Tennis begeistert, regelmäßige Fortbildungen angeboten und mehr Jungtrainer ausgebildet werden, um den Schulen externe Unterstützung anbieten zu können. Ferner möchte der TVSH Vereine ermutigen und dabei unterstützen, Sportlehrerinnen und Sportlehrer der ortsansässigen Schule(n) in den Sportverein einzuladen und ihnen ein kostenloses Training anzubieten. Ziel dieser Maßnahme ist es, Tennis fest in den Schulen zu verankern, damit langfristig immer wieder neue Kinder den Weg in die Tennisvereine finden.

Sportverband Flensburg (SV Flensburg)

Ein innovatives Projekt des Sportverbandes Flensburg trägt den Titel „Kletterzentrum Flensburger Hafensilo ̶ ein alpines Leuchtturm-Projekt im maritimen Umfeld“. Eine kommunale Sportentwicklungsplanung hat u.a. empfohlen, Sport- und Bewegungsflächen für den Freizeitsport als “zentrale und stadtteilübergreifende Sport- und Bewegungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum" zu schaffen. Dies soll auch Kleinspielfelder und multifunktionale Freizeitsportanlagen enthalten. Die Idee des Sportverbandes ist, eine besondere multifunktionale Klettereinrichtung in und an einem alten Hafensilo zu realisieren. Zunächst möchte der Sportverband die Machbarkeit in Bezug auf eine vereinssportliche Nutzung des denkmalgeschützten Silos prüfen. Neben dem organisierten Sport sollen der Deutsche Alpenverein (DAV), die Stadtplanung der Flensburger Stadtverwaltung, das Denkmalschutzamt sowie Bauplaner für die Begleitung einer potentiellen Machbarkeit, einbezogen werden.