Organisierter Sport zeigt sich solidarisch bei der Bewältigung der Energie-Krise
LSV-Statement zum Energie-Spitzengespräch am 7. September
  • Sportanlagen und Schwimmhallen sollen offen gehalten werden
  • Enger Austausch zwischen Sportvereinen und Kommunen wesentlicher Baustein
  • Härtefallfonds für Vereine und Verbände begrüßt

Am Energie-Spitzengespräch, das am 6. September stattfand, war der Landessportverband Schleswig-Holstein auf Einladung der Landesregierung mit Präsident Hans-Jakob Tiessen und Hauptgeschäftsführer Manfred Konitzer-Haars vertreten.

Der LSV-Präsident äußerte sich zu den Ergebnissen des Energie-Spitzengesprächs: „Der in den nahezu 2.600 Vereinen und Verbänden organisierte  Sport ist zu Recht beim Energie-Spitzengespräch an zentraler Stelle mitgedacht und damit auch in der aktuellen Energiekrise als elementarer Bestandteil der Daseinsvorsorge identifiziert worden. Der Sport wird sich dabei auch bei der Bewältigung der Energie-Krise solidarisch zeigen und seinen gesellschaftlichen Beitrag leisten.“

 

Als zentrale Botschaft des Energie-Spitzengesprächs wurde für den Sport die klare Perspektive gegeben, dass bei aller Notwendigkeit zur Energieeinsparung die Sporteinrichtungen und Schwimmbäder soweit wie möglich offen gehalten werden sollen. „Gerade nach den letzten zwei Corona-Jahren und dem hiermit verbundenen dramatischen Bewegungsmangel insbesondere bei Kindern und Jugendlichen ist diese Botschaft von herausragender Bedeutung für unsere Vereine und Verbände“, so Tiessen.

 

„Ein wesentlicher Baustein für die angestrebte Energieeinsparung von 20% bei der Nutzung der Sportstätten wird der intensive Austausch zwischen den Kommunen und den Sportvereinen sein. Vor Ort müssen in enger Kooperation individuelle Lösungen gefunden werden, die beide Seiten dann auch unterstützen und umsetzen“, so Tiessen weiter.

 

Der LSV-Präsident begrüßte zudem, dass seitens des Landes ein Härtefallfonds für Vereine und Verbände in Höhe von 20 Mio. EUR aufgelegt wird, der auch für den Sportbereich gelten soll. „Mit diesem Härtefallfonds wird das Ziel verfolgt, dass die Angebote der Vereine trotz steigender Energiekosten aufrechterhalten werden können. Auch wenn die Modalitäten für diesen Fonds noch geklärt werden müssen, ist dies ein deutliches Signal aus der Politik an unsere Sportvereine und Verbände.“

 

 

DOSB ruft zu Energieeinsparung im organisierten Sport auf

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) ruft seine Mitglieder dazu auf, in den kommenden Monaten mindestens 20 Prozent Energie einzusparen, um pauschale Schließungen von Schwimmbädern und Sportstätten zu vermeiden. Der DOSB stellt den 90.000 Sportvereinen dazu einen detaillierten Stufenplan mit Einsparpotenzialen zur Verfügung.

„Der organisierte Sport leistet seinen Beitrag in dieser schwierigen Situation und übernimmt einmal mehr gesellschaftliche Verantwortung! Im Gegenzug müssen die Belange des Sports bei allen notwendigen Entscheidungen berücksichtigt werden, denn Sport ist mehr als eine Freizeitaktivität. Sport und Bewegung tragen entscheidend zum physischen und psychischen Wohlbefinden bei, Sport bringt Menschen zusammen und sorgt für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“, sagt DOSB-Präsident Thomas Weikert.

Man erwarte von den Kommunen, den Sport bei allen Entscheidungen einzubinden, die ihn betreffen. So könne man gemeinsam bestmögliche Lösungen vor Ort entwickeln, falls Schließungen drohen.

 „Der organisierte Sport kann mit seinen 90.000 Sportvereinen und den 27 Millionen Mitgliedschaften eine ungeheure Kraft entwickeln, auch beim Thema Energiesparen. Aber auch diese Kraft ist endlich“, sagt DOSB-Vorstandsvorsitzender Torsten Burmester und fügt hinzu: „Nach mehr als zwei Jahren Pandemie sind die Reserven aufgebraucht, viele Vereine werden die explodierenden Energiekosten kaum stemmen können. Umso enttäuschender ist, dass der Sport im dritten Entlastungspaket der Bundesregierung keine Berücksichtigung gefunden hat. Es kann nicht sein, dass die Politik die Fehler der Corona-Pandemie wiederholt und die Bedeutung des Sports für die Gesellschaft so geringschätzt. Unsere Sportvereine brauchen eine spürbare finanzielle Entlastung.“

Der DOSB hatte bereits im Juli auf die Herausforderungen des organisierten Sports in der Energiekrise hingewiesen und vor pauschalen Schließungen von Sportstätten gewarnt.

Die Sportministerkonferenz der Länder (SMK) hat im August dem organisierten Sport Unterstützung bei der Bewältigung der Energiekrise zugesichert. Sie forderte, Sportstätten und Schwimmbäder so lange wie möglich offen zu halten und die Betreiber von Sportstätten – Kommunen und Sportvereine – bei der Schaffung von Hilfen mit zu berücksichtigen.

Der DOSB informiert ausführlich zu diesem Thema: Informieren Sie sich hier über die aktuellen Entwicklungen. Weitere Argumente und ein Positionspapier des DOSB können Sie an dieser Stelle finden. DOSB-Empfehlungen zur Energiereduktion für Sportvereine finden Sie hier.