Leitfaden für energetische Sanierungen in Vereinsliegenschaften

Energetische Sanierung - Erste Schritte zur Selbstanalyse

Die Gebäudesubstanz und die Energieversorgungsanlagen vieler vereinseigener Sportstätten befinden sich altersbedingt meist in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Erschwerend kommt hinzu, dass die Vereinskassen selten üppig gefüllt sind, um meist auch nur die notwendigsten Maßnahmen finanzieren zu können.
Die an dieser Stelle angebotenen Handlungsempfehlungen sollen dazu dienen, den Vereinen eine Vorgehensweise und die zunächst wichtigsten Ansatzpunkte für eine energetische Sanierung ihrer Anlagen aufzuzeigen und näher zu bringen. Vieles kann zunächst in Eigenregie und ohne hohen Finanzaufwand durchgeführt werden.

Finden sich durch die eigenen Aktivitäten Hinweise auf kosten- und planungsintensivere Maßnahmen, werden dann notwendige und hilfreiche Informationswege für das hinzuzuziehende Expertenwissen aufgezeigt.

Wir geben hiermit eine Hilfe zur Selbsthilfe, die jeder Verein zunächst in Eigenregie umsetzen kann. Damit können schon deutliche Erfolge für den Klimaschutz aber auch für die Schonung der Vereinskassen erzielt werden.
Bei aufwendigeren Planungen, exakten energetischen Berechnungen und der Recherche, welche Maßnahme genau durch welche Finanzierungshilfe umgesetzt werden kann, gelangen diese Handlungsempfehlungen an ihre Grenzen. Wir helfen aber dennoch weiter, in dem wir Hinweise geben können, wie Sie weiter vorgehen und wen Sie fragen können.

Hier gelangen Sie zu dem Leitfaden, der in Zusammenarbeit mit dem Schleswig-Holstein Energieeffizienz-Zentrum e.V. (SHeff-Z e.V.) der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH (EKSH) erarbeitet wurde:

Klimaschutz und Energieeffizienz in vereinseigenen Sportstätten in Schleswig-Holstein - Handlungsvorschläge für erste Aktivitäten in Sportvereinen

Förderung für Klimaschutzinvestitionen - Anträge ganzjährig möglich

Für Sportvereine mit Gemeinnützigkeitsstatus besteht bis 2022 die Möglichkeit, Fördermittel über die Kommunalrichtlinie zu erhalten.

Das Bundesumweltministerium fördert schon seit 2008 auf Basis der Kommunalrichtlinie ("Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative") Klimaschutzprojekte in Kommunen. Zum 1. Juli 2016 wurde die Förderung ausgeweitet, so dass auch Sportvereine Zuschüsse bis zu 40% für Klimaschutzinvestitionen beantragen können.

Anträge können ab 2020 ganzjährig beim Projektträger Jülich (PtJ) gestellt werden. Die Antragstellung erfolgt über das Antragssystem "easy-Online". Der Beginn des Vorhabens sollte frühestens fünf Monate nach Einreichung des Antrages geplant werden. Der Bewilligungszeitraum beträgt i.d.R. ein Jahr und beginnt zum Monatsersten. Um Maßnahmen schneller umzusetzen, kann ein Zuschlag bereits bei Erhalt des Zuwendungsbescheides erteilt werden. Dabei gilt, dass Leistungen erst innerhalb des festgelegten Bewilligungszeitraums erbracht werden dürfen.

Der DOSB hat ein Informationspapier erstellt, das den Einstieg in die Fördersystematik erleichtern und einen ersten Überblick geben soll. Dieses Papier finden Sie unter "Downloads und weitere Informationen", ebenso die Kommunalrichtlinie, das Merkblatt für Bildungs-/Jugendfreizeiteinrichtungen, Sportstätten sowie die Übersicht der Förderquoten.

Ein neu eingerichteter Förderlotse führt Sie durch die Fördermöglichkeiten der Kommunalrichtlinie. Der online Förderlotse hilft Ihnen, die für Sie passenden Klimaschutzmaßnahmen zu finden und führt Sie direkt zur Antragstellung.

Ferner führt ab sofort der PtJ per Video exemplarisch durch das elektronische Einreichungssystem easy-Online. Das rund zehnminütige Video erklärt die Antragstellung am Förderschwerpunkt "Klimaschutz bei der LED-Innen- und Hallenbeleuchtung".