Leitfaden für energetische Sanierungen in Vereinsliegenschaften

Energetische Sanierung - Erste Schritte zur Selbstanalyse

Die Gebäudesubstanz und die Energieversorgungsanlagen vieler vereinseigener Sportstätten befinden sich altersbedingt meist in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Erschwerend kommt hinzu, dass die Vereinskassen selten üppig gefüllt sind, um meist auch nur die notwendigsten Maß- nahmen finanzieren zu können.
Die an dieser Stelle angebotenen Handlungsempfehlungen sollen dazu dienen, den Vereinen eine Vorgehensweise und die zunächst wichtigsten Ansatzpunkte für eine energetische Sanierung ihrer Anlagen aufzuzeigen und näher zu bringen. Vieles kann zunächst in Eigenregie und ohne hohen Finanzaufwand durchgeführt werden.

Finden sich durch die eigenen Aktivitäten Hinweise auf kosten- und planungsintensivere Maßnah- men, werden dann notwendige und hilfreiche Informationswege für das hinzuzuziehende Experten- wissen aufgezeigt.

Wir geben hiermit eine Hilfe zur Selbsthilfe, die jeder Verein zunächst in Eigenregie umsetzen kann. Damit können schon deutliche Erfolge für den Klimaschutz aber auch für die Schonung der Vereins- kassen erzielt werden.
Bei aufwendigeren Planungen, exakten energetischen Berechnungen und der Recherche, welche Maßnahme genau durch welche Finanzierungshilfe umgesetzt werden kann, gelangen diese Hand- lungsempfehlungen an ihre Grenzen. Wir helfen aber dennoch weiter, in dem wir Hinweise geben können, wie Sie weiter vorgehen und wen Sie fragen können.

Hier gelangen Sie zu dem Leitfaden, der in Zusammenarbeit mit dem Schleswig-Holstein Energieeffi- zienz-Zentrum e.V. (SHeff-Z e.V.) der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH (EKSH) erarbeitet wurde:

Klimaschutz und Energieeffizienz in vereinseigenen Sportstätten in Schleswig-Holstein - Hand- lungsvorschläge für erste Aktivitäten in Sportvereinen

Beratungsangebot beim Förderprogramm "Kommunalrichtlinie" wird ausgebaut

Das Bundesumweltministerium (BMU) baut sein Beratungsangebot zum kommunalen Klimaschutz aus. Dadurch können Klimaschutzmaßnahmen reibungsloser umgesetzt und schneller Erfolge erzielt werden. Bei der Umsetzungsberatung erhalten Kommunen und weitere Akteure Hilfestellung und individuelle Beratung bei Fragen rund um die Themen Projektmanagement, Vergabe und Verwaltungsorganisation. Im Rahmen des Förderprogramms „Kommunalrichtlinie“ der Nationalen Klimaschutzinitiative berät das BMU seit vielen Jahren intensiv zu Fördermöglichkeiten und zu Fragestellungen im Antragsprozess.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Wirksamer Klimaschutz wird in Rathäusern, in Schulen, Kitas und Sportvereinen gelebt. Dieses Engagement ist trotz der Corona-Belastungen weiterhin groß. Deshalb bauen wir unser Beratungsangebot aus. Bei der Umsetzung eines geförderten Klimaschutzprojektes können unterschiedliche Herausforderungen auftreten. Es sind Vergabeverfahren durchzuführen, Planungsleistungen zu erbringen und Fristen einzuhalten. Ich freue mich, dass wir an dieser Stelle zukünftig noch mehr Unterstützung anbieten können. Unsere Ziele dabei sind mehr Klimaschutz und schnellere, spürbare Erfolge.“   

Damit Klimaschutzvorhaben nach erfolgreicher Bewilligung schnell in die Umsetzung gelangen, erhalten Projektnehmer im Rahmen der Kommunalrichtlinie zukünftig noch mehr Unterstützung. Das Angebot umfasst Einzelberatungen für die Umsetzung strategischer und investiver Vorhaben im kommunalen Klimaschutz sowie die Bereitstellung von Hilfsmitteln in Form vom Checklisten, Vorlagen oder Erfahrungsberichten. Darüber hinaus können Beratungen zu den Themen Vergabe, Verwaltungsorganisation, strategische Steuerung und Projektmanagement in Anspruch genommen werden.

Mit der Kommunalrichtlinie fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 vielfältige Klimaschutzmaßnahmen, beispielsweise in den Bereichen Radverkehrsinfrastruktur, Abfall, Abwasser und Trinkwasser oder Beleuchtungs- und Lüftungsanlagen. Gefördert werden auch strategische Maßnahmen wie die Erstellung von Klimaschutzkonzepten und der Einsatz von Klimaschutzmanagerinnen und –managern in Kommunalverwaltungen.

Die Umsetzungsberatung bettet sich in das bestehende Unterstützungsangebot im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative ein. Beratungsmöglichkeiten bestehen bereits zu allgemeinen Fragen rund um den kommunalen Klimaschutz, zu Fördermitteln und zur Antragstellung im Rahmen des Förderprogramms Kommunalrichtlinie. Im Zuge des Corona-Konjunkturprogramms gelten in diesem Förderprogramm bis zum 31.12.2021 erhöhte Förderquoten sowie die zeitweise Absenkung des zu erbringenden Mindesteigenanteils. Finanzschwache Kommunen werden z. T. von der Pflicht zur Erbringung eines Eigenanteils befreit, in einigen Fällen wird eine Vollfinanzierung möglich. Anträge können ganzjährig gestellt werden.

Fragen zur Umsetzung von Klimaschutzvorhaben im Rahmen der Kommunalrichtlinie nimmt die Partnerschaft Deutschland (PD) per Telefon unter 030 257679 471 oder per E-Mail an ub-klima(at)pd-g.de entgegen.

Die PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH ist ein Inhouse-Beratungsunternehmen der öffentlichen Hand und bietet umfassende projektbezogene Beratungs- und Managementleistungen für Bund, Länder, Kommunen und sonstige öffentliche Auftraggeber zu allen Fragestellungen moderner Verwaltung und Investitionsvorhaben an. Schwerpunktmäßig berät die PD bei Strategie-, Organisations- und Investitionsvorhaben, unterstützt beim Management von Großprojekten und der Steuerung von Vergabeverfahren. Die PD liegt zu 100 % in den Händen öffentlicher Gesellschafter.

Weitere Informationen

https://www.klimaschutz.de/beratung

Neue Kommunalrichtlinie: Noch mehr Möglichkeiten für den Klimaschutz

Am 1. Januar 2022 ist die novellierte Fassung der Kommunalrichtlinie in Kraft getreten. Die Programmlaufzeit endet am 31.12.2027. Sportvereine mit Gemeinnützigkeitsstatus haben nach wie vor die Möglichkeit Fördermittel zu erhalten.

Klimaschutz braucht uns alle. Deshalb fördert die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) durch verschiedene Förderprogramme Klimaschutzprojekte in ganz Deutschland. Die Programme decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Die NKI trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei und macht den Klimaschutz erlebbar.

Mit sehr guten Förderquoten konnten bereits zahlreiche Klimaschutzprojekte realisiert und Unternehmen, Kommunen, Bildungseinrichtungen und Vereine in der Umsetzung begleitet werden. 

Mit der Kommunalrichtlinie unterstützt die Bundesregierung kommunale Akteurinnen und Akteure die Treibhausgasemissionen nachhaltig zu senken. Die positiven Effekte gehen weit über den Schutz des Klimas hinaus: Sie steigern die Lebensqualität vor Ort und entlasten den kommunalen Haushalt durch sinkende Energiekosten. Gleichzeitig kurbeln klimafreundliche Investitionen die regionale Wertschöpfung an.

Unsere Vereine und Verbände können ganzjährig Anträge beim Projektträger Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) gGmbH stellen. Die Antragstellung erfolgt über das Antragssystem „easy-Online“. Der Beginn des Vorhabens sollte frühestens fünf Monate nach Einreichung des Antrages geplant werden. Der Bewilligungszeitraum beträgt i.d.R. ein Jahr und beginnt zum Monatsersten. Der Abschluss eines zur Ausführung des Vorhabens zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages darf erst nach Eingang des Bewilligungsbescheides erfolgen. Der im Zuwendungsbescheid festgelegte Bewilligungszeitraum ist als Leistungszeitraum zu betrachten.

Der DOSB hat hierzu ein Informationspapier erstellt, das den Einstieg in die Fördersystematik erleichtern und einen ersten Überblick geben soll. Dieses Papier finden Sie unter "Downloads und weitere Informationen", ebenso die Kommunalrichtlinie, den Technischen Annex, den Einleger für Sportvereine sowie die Übersicht der Förderquoten.

Der online Förderkompass unterstützt Sie bei der Suche nach den passenden Fördermitteln und navigiert durch die Angebote: Sie wählen das Themenfeld für das gewünschte Klimaschutzprojekt und der Förderkompass zeigt das geeignete Förderprogramm für Ihr Vorhaben.  

In allen Fragen des kommunalen Klimaschutzes steht, im Auftrage des Bundesumweltministeriums, das Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz (SK:KK) zur Verfügung.

Beratungshotline Montag – Freitag 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr:

Tel.: 030 – 390 01 170 / E-Mail: skkk@klimaschutz.de