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13.12.16 16:19 Alter: 308 days

20 Jahre LSV-BARMER GEK-Breitensportpreis – 11 Sportvereine ausgezeichnet

Rubrik: Landessportverband Startseite

 

Elf Sportvereine aus Schleswig-Holstein sind am 8. Dezember 2016 im „Haus des Sports“ im Rahmen der LSV-BARMER GEK-Breitensportpreisverleihung 2016 für ihre beispielhaften Angebote und Projekte, die aufzeigen, dass der Sport in der Mitte der Gesellschaft steht, mit Preisgeldern in Höhe von insgesamt 17.500 Euro belohnt worden.

Gruppenbild mit allen Ehrenden und Geehrten. Foto: Thomas Eisenkrätzer

Im Jubiläumsjahr - 2016 wird der BARMER GEK Breitensportpreis bereits zum 20. Mal ausgelobt - steuerte die BARMER GEK als Hauptsponsor des Breitensportpreises 15.000 Euro bei, 2.500 Euro stellte der Landessportverband Schleswig-Holstein (LSV) zur Verfügung. Die Summe wird in Teilbeträgen an die ausgezeichneten Vereine vergeben.

Das Ausschreibungsjahr 2016 ist für den LSV und die BARMER GEK ein besonderes Jahr. 1997 schrieben die beiden Partner erstmals gemeinsam einen Preis für Sportvereine aus, die sich um den Sport in Schleswig-Holstein besonders verdient machen. Seit dem Start haben sich insgesamt 272 Vereine mit 552 Einreichungen an den Ausschreibungen beteiligt ? einige Vereine auch mehrfach. In dieser Zeit wurden mehr als 200.000 Euro an die Sportvereine ausgeschüttet, die direkt der Arbeit an der Basis zugutegekommen sind.

Die Ehrungen wurden von LSV-Präsident Hans-Jakob Tiessen, dem Schirmherrn des LSV-BARMER GEK-Breitensportpreises Innen- und Sportminister Stefan Studt und dem Landesgeschäftsführer der BARMER GEK für Schleswig-Holstein, Thomas Wortmann, vorgenommen.

LSV-Präsident Hans-Jakob Tiessen sagte bei der Ehrungsveranstaltung: „Mehr denn je stehen unsere Sportvereine im Spannungsfeld gesellschaftlicher Entwicklungen. Darauf gilt es, angemessen zu reagieren, um mit neuen Konzepten, Strategien und Angeboten eine zukunftsweisende Orientierung und Ausrichtung zu ermöglichen. Dass wir mit diesem Preis Sportvereine auszeichnen, die sich diesen Herausforderungen stellen und entsprechende Projekte und Programme entwickelt haben, ist angemessen und verdient unsere hohe Anerkennung.“ Die Historie des Breitensportpreises zeige, wie professionell und zukunftsweisend die Vereine auf diese Herausforderungen reagieren, so Tiessen weiter. „Uns ist durch die Präsentationen der ausgezeichneten Vereine in den vergangenen Jahren deutlich geworden, wie sehr sich die Sportbedürfnisse und Sportmotive der Menschen in den letzten Jahren ausdifferenziert haben“, so der LSV-Präsident. Junge Menschen suchten beispielsweise im Sport ‚Fun und Action‘, sozialen Anschluss und individuelle Betätigung. Die wachsende Gruppe älterer Menschen hingegen suche eher altersgerechte Sport- und Bewegungsangebote. Die Nachfrage nach präventiven und gesundheitsfördernden Angeboten sei ungebrochen hoch, ergänzte Tiessen.

„Nach 20 Jahren LSV-BARMER GEK Breitensportpreis können wir auf eine beeindruckende Vielfalt von Projekten, Aktionen und Maßnahmen zurück blicken. Jeder einzelne Sportverein hat mit seiner Bewerbung gezeigt, was Sport kann. Deutlich wurde dabei auch, dass der Gesundheitsbezug weit über das bloße Bewegungsangebot hinausgeht. Besonders hervorheben möchte ich dabei den Integrationsgedanken. Menschen mit Handicap, Menschen mit psychischen Erkrankungen, arbeitslosen Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund oder Generationen übergreifend Alt und Jung Sportangebote zu ermöglichen und zu begleiten, ist ein besonderer Beitrag zur Motivation und Gesundheitsförderung. Allen Sportvereinen zolle ich großen Respekt und danke ihnen für Ihr enormes Engagement“, erklärt Thomas Wortmann, Landesgeschäftsführer der BARMER GEK für Schleswig-Holstein.

Die Top3-Platzierten im Porträt:

Der erste Preis, dotiert mit 3.000 Euro, wurde in diesem Jahr an den VfL Pinneberg vergeben.

Der Großverein aus Pinneberg mit über 5.000 Mitgliedern hat vor allem zwei Themenschwerpunkte in den Fokus seiner Bewerbung gestellt. Ein Themenfeld ist der Ausbau des Gesundheitssports, der im VfL von hauptamtlichen Kräften geleitet wird. Innerhalb des Bereiches wurden Angebote in drei Kategorien entwickelt. Zum einen der Bereich des Reha-Sports mit
ärztlicher Verordnung mit mittlerweile 15 Angeboten, zu denen u.a. die Beschwerdebilder Parkinson, Krebserkrankung, Adipositas, Arthrose, Diabetes und Osteoporose gehören, die von hochqualifizierten Übungsleiterinnen und Übungsleitern angeboten werden. Darüber hinaus gibt es bezuschussungsfähige Präventionsangebote, die in einer zentralen Prüfstelle gelistet und von gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst werden. Hierzu gehören u.a. präventive Wirbelsäulengymnastik, Pilates, Seniorengymnastik oder Walking. In Zeiten der Zunahme von Burn-outs, Depressionen und unterschiedlichen Herzerkrankungen haben sich gerade in den letzten Jahren die Angebote im dritten Bereich, der Entspannung, extrem weiterentwickelt. Hierzu gehören u. a. Tai Chi, Psychomotorik für Kinder, Yoga, Chi Gong. Auch der
vereinseigene Fitnessbereich mit seinem Gerätepark und seinem breit gefächerten Gruppenfitnessprogramm ist voll und ganz auf den Gesundheitssport ausgerichtet. 1.600 Mitglieder in nahezu allen Altersgruppen belegen, dass der Fitnessbereich im VfL als Teil des Vereins und als Gesundheitsstudio aller Generationen sehr gut angenommen wird.

Der VfL Pinneberg gehört nach Ansicht der Jury auch in einem weiteren Themenfeld zu den Vordenkern im Land: Moderne, alternative und flexible Mitgliedschaftsmodelle. Der Verein hat auf die verstärkte Nachfrage nach individuelle Mitgliedschaftsformen – weg von der reinen, klassischen, auf Dauer angelegten Vereinsmitgliedschaft ? reagiert. Im Rahmen einer
Zukunftskonferenz hat der VfL Pinneberg die Entwicklung analysiert, einen umfangreichen Diskussionsprozess angeschoben, nachfolgend in seiner Satzung eine Kurzzeitmitgliedschaft aufgenommen und ein umfangreiches Kurzzeit-Sportprogramm aufgebaut. Hier haben
Mitglieder und Nichtmitglieder die Möglichkeit, Sportangebote auch ohne Mitgliedschaft einzeln zu buchen und zu nutzen.

Der VfL Pinneberg begegnet den gesellschaftlichen und demografischen Veränderungen, indem er schnell, kreativ und professionell auf die Bedürfnisse seiner Mitglieder und Kunden reagiert ? stets mit zielgruppenorientierten Angeboten, flexiblen Formen der Mitgliedschaft, Professionalität und Servicegedanken, so die Jury des Breitensportpreises in ihrer Laudatio.

Den zweiten Preis, dotiert mit 2.500 Euro, erhielt der Reiterverein Bornhöved und Umgegend.

Dieser Verein aus dem Kreis Segeberg gehört mit 213 Mitgliedern zu den eher kleineren Sportvereinen im Landessportverband Schleswig-Holstein. Die Erfolgsgeschichte des Reitsportvereins ist geprägt vom ständigen Bemühen, Angebote für seine Mitglieder und potenzielle Mitglieder zu entwickeln, innovative Ideen aufzunehmen und sich an den Projekten seiner Dachverbände zu beteiligen.

So beteiligte sich der Verein bereits mehrfach erfolgreich am LSV-Projekt „Familien in Bewegung“. Ziel dieses Projektes ist es, verschiedene Generationen durch ein Sportangebot für
Familien in den Vereinen zum gemeinsamen Sporttreiben zu animieren. Unter dem Motto „Pferd sucht Familie“ gelang es, zahlreiche ´Noch nicht-Reiter´ erstmals mit dem Pferd in Berührung zu bringen.

Ein weiteres Standbein des Vereins sind die zahlreichen Kooperationen mit Kitas und Schulen. So haben in den letzten Jahren mehrere Kitas und Schulklassen Ausflüge zur Anlage des Reitvereins Bornhöved gemacht und dort Klassenfeste gefeiert. Unter dem neuen Motto „Pony on tour“ besucht ein qualifiziertes Team des Vereins mit zwei Ponys die Schule und bietet dort einen Projekttag für Kinder der ersten oder zweiten Grundschulklasse an. Die Kinder können die Tiere mit allen Sinnen erleben: Schauen, streicheln, riechen, führen und reiten. Sie erfahren, was Ponys mögen und welche Bedürfnisse sie haben. Die Kinder lernen, auf die Körpersprache des Ponys zu achten. Hintergrund für dieses neue Projekt ist eine aktuelle Studie, die belegt, dass Ponys und Pferde auf die Entwicklung der sozialen Kompetenzen von reitenden Kindern einen positiven Einfluss haben.

Um die Zukunft ihres Reitvereins zu sichern, kümmern sich die Vereinsmitglieder mit einem eigenen Zuchtprogramm selbst um eine positive „Mitgliederentwicklung“. Allein in den letzten vier Jahren sind im Verein zwölf „kleine Vereinsmitglieder“ auf die Welt gekommen.

Die Jury des Breitensportpreises lobt in ihrer Laudatio vor allem die große Kreativität, das ehrenamtliche Engagement und das ausgezeichnete Vereinsleben, das den Reitverein immer wieder für neue Mitglieder attraktiv macht und diese auch an sich bindet.

Der dritte Preis, dotiert mit 2.000 Euro, ging an den THW Kiel.

Dass der THW Kiel weit mehr als Weltklasse-Handball zu bieten hat, verdeutlicht eindrucksvoll die aufwändig gestaltete Bewerbung des Stammvereins für den diesjährigen Breitensportpreis, die eine gute Übersicht über die integrativen, inklusiven und gesundheitssportlichen Aktivitäten des Vereins liefert.

So kooperiert der THW Kiel z.B. unter dem Motto „Jetzt erst recht“ mit dem Verein Förde Kids. Adipöse Kinder und Jugendliche, die bereits an einem Schulungsprogramm von Gewichtsreduzierung im Partnerverein Förde Kids oder in einer Reha-Maßnahme teilgenommen haben, können im THW Kiel einmal wöchentlich ihre angefangene sportliche Betätigung unter
fachlicher Anleitung nachhaltig fortsetzen. Sie erlangen dabei spielerisch mehr Ausdauer, Selbstvertrauen und ein positives Körpergefühl. Für dieses Programm setzt der Verein besonders geschulte Übungsleiterinnen und Übungsleiter ein.

Mit den Partnern Stiftung Drachensee und der Lebenshilfe Kiel besteht bereits seit 2004 eine intensive Partnerschaft. Kinder und Jugendliche mit Handicaps können als Vereinsmitglieder ebenso wie Menschen ohne Behinderung Sport treiben und fühlen sich dazugehörig und nicht mehr ausgegrenzt.

Auch wenn der LSV-BARMER GEK Breitensportpreis ein Preis ist, der an Mitgliedsvereine für ihre außergewöhnlichen Leistungen verliehen wird, zollte die Jury zwei Vereinsmitgliedern ein besonderes Lob, denn die außergewöhnlichen, qualitativ hochwertigen Breitensportprogramme und -projekte des THW Kiel tragen fast immer die Handschrift von Helga und Jürgen
Gebauer. Helga Gebauer als Pressewartin und Jürgen Gebauer als 2. Vorsitzender stehen maßgeblich für die engagierte, hochmotivierte und innovative Vereinsentwicklung beim THW Kiel – abseits des Handballs.

Acht weitere Preisträger erhielten Geldpreise

Neben den vorgenannten Preisträgern wurden acht weitere Sportvereine mit Preisen bedacht. Der SC Gut Heil Neumünster, die Spiel-Vereinigung Knudde 88 Giekau, der Gettorfer Turnverein und der Verein „Menschen in Bewegung“ erhielten jeweils 1.500 Euro. Über 1.000 Euro konnten sich der SSV Bunsoh, der SV Tungendorf Neumünster, der Elmshorner MTV und die Itzehoe Eagles freuen.

 


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